... leuchten die Reisfelder, so weit das Auge reicht. Der Norden Madagaskars gilt als Kornspeicher des Landes. Trotzdem hungern viele Menschen in der Region. Die Wirtschaftskrise mit ihrer rasenden Inflation hat die Armen noch ärmer gemacht. Doch seit François Xavier zurückgekehrt ist, verändert sich etwas.
Zehn Monate lang war er weg. Er wolle sich fortbilden, hat er erklärt. Die Bewohner seines Dorfes waren skeptisch. Die meisten haben nie eine Schule besucht. Was sie mit dem Reisanbau und ihren Hühnern verdienen, reicht gerade zum Überleben.
François Xavier ist einer von ihnen. Aber irgendwie schafft es der Katechist, seine Kinder zur Schule zu schicken. In Ambatondrazaka haben er und seine Frau an Kursen der Diözese teilgenommen. Sie haben viel über ihren Glauben, ihre Kultur, Bürgerrechte und Gemeinsinn erfahren. Außerdem weiß François Xavier jetzt, wie man einen Gemüsegarten anlegt oder ein Haus baut; seine Frau hat Schneidern gelernt. „Alles was ich kann, will ich weitergeben, damit die Familien in meinem Dorf wieder Hoffnung schöpfen“, sagt der 35-Jährige. Er will dazu beitragen, dass sie Gott besser kennenlernen und sich von ihm geliebt fühlen.“