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missio-Präsident Klaus Krämer befürchtet Dauerkrise in Nigeria mit schlimmen Folgen für christliche Minderheiten
23. Januar 2012
„Wenn Nigerias Regierung nicht schnell Maßnahmen gegen die Terrorakte findet, wird sich die Krise zu einer schwerwiegenden Dauerkrise ausweiten“, sagte Krämer angesichts der Angriffe der radikal-islamistischen Sekte Boko Haram auf Polizeistationen und Regierungsgebäude in Kano, die am Freitag mehr als 160 Menschen das Leben kosteten. Zugleich sprach er den Familien der Betroffenen sein Beileid aus.
Angesichts dieser neuen Eskalation der Gewalt im Norden Nigerias, sorgt sich Klaus Krämer besonders um die Christen, die im Norden in der Minderheit leben und die von Boko Haram mit einem Ultimatum bedroht werden, das sie auffordert, diese Region zu verlassen.
„Für die christliche Minderheit wird es angesichts dieses Klimas der Gewalt immer bedrohlicher. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder Angriffe auf Christen erleben müssen. Doch es gab auch Phasen, in denen sich die Lage wieder beruhigte. Das scheint jetzt vorbei zu sein“, sagte der missio-Präsident. „Im Moment sieht es so aus, als ob Boko Haram nach Belieben morden und Panik verbreiten kann. Ich bin sehr besorgt.“
Kano ist die zweitgrößte Stadt Nigerias. Die Mehrheit der zehn Millionen Einwohner sind Muslime.
Opfer der Terrorwelle der Sekte in den letzten beiden Jahren waren Christen, aber auch Muslime in Nordnigeria, und die Sicherheitskräfte. Boko Haram will nach eigenen Angaben die Regierung stürzen und im gesamten Land die Scharia einführen.
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Linktipps:
» 22.01.2012: "Erneut blutiger Terror in Nigeria"
» Menschenrechtsstudie (34) zu "Boko Haram"
» Menschenrechtsstudie (14) zu "Menschenrechte in Nigeria: Hoffnungen und Hindernisse"
» Länderübersicht Nigeria
» Pressemappe zu missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer
Der Himmel freue sich,