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Syrien: Christen zunehmend von Gewalt bedroht
23. Februar 2012
Prälat Klaus Krämer (Foto), Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, hat sich hinter die Forderungen nach einem Waffenstillstand in Syrien gestellt.
Die Bemühungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Syrien um einen Waffenstillstand seien dringend zu unterstützen, damit unmittelbar benötigte humanitäre Hilfe geleistet werden könne. "Es muss jetzt darum gehen, die Kämpfe in den am schwersten betroffenen Gebieten zu beenden", sagte Prälat Klaus Krämer am Mittwoch in Aachen. Er kritisierte, dass der Konflikt von radikalen islamistischen Gruppen nicht nur zu Angriffen auf das Regime genutzt werde, sondern zusehends auch zu Angriffen auf unbeteiligte Christen. Zu Beginn des Konflikts seien Christen eher zufällig und selten Opfer der Auseinandersetzungen geworden, mittlerweile müsse von systematischen Übergriffen gesprochen werden, die an die schlimmen Entwicklungen im Irak in den vergangenen Jahren erinnerten, so Krämer. Ein Waffenstillstand sei deshalb dringend geboten.
Krämer forderte, den Waffenstillstand zu nutzen, um die angekündigten und teilweise realisierten Reformen des syrischen Regimes genau zu prüfen und gegebenenfalls für ihre praktische Umsetzung Sorge zu tragen. Für ihn sei fraglos, dass die Verantwortlichen für die von der UN dokumentierten Gräueltaten sich ihrer strafrechtlichen Verantwortung vor dem Internationalen Strafgerichtshof stellen müssten, so Krämer.
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