Jugend und Schule

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Medientipps zur Jugendaktion

Filmtipp: Mister Johnson

 

Der einheimische Mister Johnson (Maynard Eziashi) dient als Buchhalter unter dem britischen Kolonialrichter Rudbeck (Pierce Brosnan) im Nigeria der 20er Jahre. Bis hin zur Selbstaufgabe eifert er den Engländern nach. Der Traum Johnsons ist der Bau einer Straße; um den Fortschritt in sein Dorf zu bringen. Rubdeck teilt diesen Traum. Als das Projekt in Schwierigkeiten gerät, lässt er sich durch die trickreiche Buchhaltung Johnsons unter die Arme greifen. Johnsons etwas andere Buchhaltung bleibt nicht unerkannt und er kommt in große Schwierigkeit. Für ihn beginnt ein bodenloser Absturz, der schließlich ein tragisches Ende nimmt.

Mister Johnson ist die Tragödie eines Mannes, der zwischen den Kulturen die eigene Identität und zum Schluss alles verliert. Der Nigerianer Maynard Eziashi gewann für seine Rolle im Film den Silbernen Bären auf der Berlinale ´91.

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Buch: Blauer Hibiskus

Blauer Hibiskus
 

Die junge nigerianische Autorin Chimamanda Ngozie Adichie erzählt in ihrem Roman von der fünfzehnjährigen Kambili, deren strenger katholischer Vater die Familie tyrannisiert. Erst bei ihrer Tante, die in ärmeren Verhältnissen lebt, wird aus der schüchternen Kambili eine selbstbewusste junge Frau, die ihren Weg geht. Mit den Augen einer Jugendlichen taucht man tief in die kulturelle und soziale Lebenswirklichkeit des Landes ein – am Ende kann man das Buch nicht mehr weglegen!

Chimamanda Ngozi Adichie: Blauer Hibiskus. Btb, München 2007. 317 Seiten. 9,00 Euro.

Buch: Graceland

Graceland
 

Auch hier begegnen wir einem Teenager, der unter grausamen Bedingungen aufwächst: einem Straßenjungen in den Slums der Millionenstadt Lagos, der sich als Elvis-Imitator durch ein Leben schlägt, das von Gewalterfahrungen, Armut und Kriminalität geprägt ist – immer auf der Suche nach seinem persönlichen Paradies, dem „Graceland“.

Roman von Chris Abani: Graceland. Verlag C. H. Beck, München 2004. 451 Seiten. 9,50 Euro.

Buch: Sozaboy

 

Der Umweltaktivist und Träger des Alternativen Nobelpreises Ken Saro-Wiwa erzählt in seinem Roman von einem jungen Mann, der in die Wirren des Biafra-Krieges gerät. Dem Autor gelingt es, Krieg aus der Perspektive eines jungen Nigerianers zu beschreiben und gleichzeitig deutlich zu machen, dass Krieg überall auf der Welt Schaden anrichtet. Ein packender Roman.

Ken Saro-Wiwa: Sozaboy. DTV, München 1997. 267 Seiten. 14,50 Euro.

Buch: Okonkwo oder das Alte stürzt

 

Chinua Achebe, einer der Begründer der modernen nigerianischen Literatur, zeigt in seinem Buch auf, dass Traditionen sich schon immer gewandelt haben. Der Leser erlebt die Welt eines Igbo-Dorfes zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft, und feinsinnig führt Achebe vor Augen, dass in jeder Generation „die Jugend von heute“ Konflikte mit der älteren Generation austrägt – wie überall auf der Welt.

Chinua Achebe: Okonkwo oder das Alte stürzt. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2004. 240 Seiten, 4,00 Euro.

Buch: Aké. Jahre der Kindheit

Aké. Jahre der Kindheit
 

Wole Soyinka war 1986 der erste Vertreter afrikanischer Literatur, dem der Nobelpreis verliehen wurde. In Ake: Jahre der Kindheit nimmt er den Leser mit auf eine Reise in seine Kindheit und in das Dorf, in dem er als Sohn des Leiters einer Missionsschule in den vierziger Jahren aufwuchs.

Wole Soyinka: Aké. Jahre der Kindheit. Ammann, Zürich 2003. 335 Seiten. 4,00 Euro.


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Ps 96,11