Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, englisch "Red Hand Day", ist ein jährlich am 12. Februar begangener internationaler Gedenktag, mit dem an das Schicksal von Kindern erinnert werden soll, die zum Kampfeinsatz in Kriegen und bewaffneten Konflikten gezwungen werden.
Inhalt
Friedensarbeit
Frieden und Versöhnung zählen zu den Kernanliegen von missio. Wir unterstützen unsere kirchlichen Partner in Afrika, Asien und Ozeanien bei der Umsetzung unterschiedlichster Friedensprogramme: Opfer-Täter-Dialog, Traumaprogramme für ehemalige Kindersoldaten und Kriegssklavinnen, Orientierungshilfen für Menschen aus Krisenregionen. Auch der Ursachenbekämpfung von Gewalt trägt missio zum Beispiel über die Förderung von Aus- und Weiterbildungsangeboten für Kinder und Jugendliche Rechnung.
Da werden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern schmieden und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg.
(Jesaja 2; Micha 4)
Schwerter zu Pflugscharen - die Friedensversion der Propheten Jesaja und Micha war in der Geschichte oft eine tiefe biblische Motivation für Friedensarbeit. Es geht dabei um eine Vision von einer ganz anderen Welt: um die endgültige Aufrichtung des Rechts und die Beendigung aller Kriege unter allen Völkern. Über einen lebendigen Austausch der Frohen Botschaft tragen wir und unsere kirchlichen Partnerinnen und Partner dazu bei, die Welt gerechter und friedvoller zu machen.
Leben auf dem Pulverfass
Norbert Kößmeier, Chefredakteur des Magazins "Forum Weltkirche", geht der seit Jahren aktuellen Frage "Woher rühren die gewaltsamen Konflikte in Nigeria wirklich?" nach: Die katholische Kirche genießt in weiten Teilen der Bevölkerung großes Ansehen und versucht, dieses für Dialog und Aussöhnung unter den Religionsgemeinschaften zu nutzen.
Kein Krieg mit Kindern
Aus einer abgeschossenen Patronenhülse wächst ein kantiges Metallkreuz hervor. Überbleibsel von Tod und Krieg zu Sinnbildern für Frieden und Hoffnung umschmelzen - auf diese Weise gelang es dem ehemaligen Soldaten George Togba, seine Erinnerungen an einen furchtbaren Krieg zu verarbeiten und Kraft für die Zukunft zu schöpfen. Mittlerweile sind die kleinen Kreuze vielerorts ein Symbol für Frieden und Versöhnung. Auch in ihrem Herkunftsland Liberia haben die ehemaligen Kämpfer nach zwei grausamen Bürgerkriegen die Waffen abgelegt und wünschen sich einen stabilen Frieden. Unter ihnen finden wir viele Kinder und Jugendliche. Die Entwaffnung allein hat ihnen nicht geholfen, sich wieder in ihrem Leben zurecht zu finden. Mit Friedens- und Versöhnungsprogrammen für Opfer und Täter versucht die Kirche den ehemaligen Kindersoldaten einen neuen Blick auf ihr Leben zu geben, das noch ganz am Anfang steht und sich entwickeln kann.
Mehr als 250.000 Kinder werden derzeit weltweit als Soldaten eingesetzt, ob in Sierra Leone, Kongo, Uganda, Sudan oder Kolumbien. Rebellen, Milizen und Regierungstruppen rekrutieren oder entführen ihren Nachwuchs nicht selten direkt vom Schulhof. Mittels Alkohol und Drogen werden die Kleinen für den Kampf mit der Waffe gefügig gemacht.
Allein in den vergangenen zehn Jahren mussten mehr als zwei Millionen Kinder in Kriegen und Bürgerkriegen ihr Leben lassen. Und für diejenigen, die überlebt haben, ist der Krieg noch lange nicht vorbei. Selbst dort, wo die verfeindeten Parteien Frieden geschlossen haben, geht der Kampf für die kleinen Krieger weiter. Schwerste Traumatisierungen verfolgen sie Tag und Nacht. Die Unfähigkeit, im Krieg erlernte Verhaltensweisen abzulegen, verhindern ihre Rückkehr in das zivile Leben.
missio unterstützt zahlreiche Projekte für ehemalige Kindersoldaten.
Da werden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern schmieden und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg.
(Jesaja 2; Micha 4)