Dieses Bild zeigt die Arktisbewohner um den Familienvater versammelt. Vor dem offenen Zelt wird ein reiches Mahl gemeinsam verzehrt. Alle sind in froher Stimmung, sie sprechen und hören, was die Anderen zu sagen haben. Ein solches und ähnliche Treffen mögen ein Raum gewesen sein, in dem die alten Geschichten, die Jahrhunderte lang mündlich tradiert wurden, an die nächsten Generationen weiter gegeben wurden. Das Hören ist immens wichtig für unser Leben. Es ist der Anfang der Kommunikation.
Auch unsere christliche Tradition kennt die uralten Geschichten, die mündlich erzählt und gehört wurden. Sie spiegeln die Erfahrung wieder, dass Gott selber hört und handelt: „... Die Israeliten stöhnten unter der Sklavenarbeit; sie klagten, und ihr Hilferuf stieg aus ihrem Sklavendasein zu Gott empor. Gott hörte ihr Stöhnen, und Gott gedachte seines Bundes ...“ (Ex 2,23f).
Gebet
Gott, hilf uns die kleinen Zeichen zu suchen und zu finden,
die uns heute noch zeigen,
dass Du die Hilferufe so vieler Verzweifelter hörst!
Hilf uns solidarisch zu sein und mitzuwirken,
damit Wunder immer wieder geschehen können
und uns zeigen: es gibt sie! Menschen und Momente,
in denen Dein Reich trotz allem Neoliberalismus,
trotz aller Globalisierung, trotz allem Jagen nach Profit und Erfolg
aufleuchtet und zeigt:
DAFÜR lohnt es sich zu leben!
Der Himmel freue sich,