Afrikatag 2012

Inhalt

Merkmale der Kleinen Christlichen Gemeinschaften

Weitere Merkmale der Kleinen Christlichen Gemeinschaften

Kleine Christliche Gemeinschaften, die sich nach den vier beschriebenen Merkmalen entwickeln, sind durch weitere Merkmale gekennzeichnet:

  • Leben als Hauskirche – eine KCG trifft sich in der Regel an Wochentagen alle ein bis zwei Wochen in privaten Räumlichkeiten. Zum Treffen gehören das Hören auf Gottes Wort (BibelTeilen ) und das Gespräch über den Alltag.
  • generationen- und milieuübergreifend – zu einer KCG gehören Mitglieder unter¬schiedlicher Alters- und Gesellschaftsschichten.
  • charismenorientierter Stil des Kircheseins – es geht darum, die Charismen der einzelnen zu entdecken und diesen zur Entfaltung zu verhelfen.
  • Offenheit der Lebensform – die Gemeinschaft in der KCG als Kirche vor Ort meint ein Miteinander von Christen, bei dem jede und jeder Interessierte stets willkommen ist.
  • partizipativer Leitungsstil – Leitung wird als Ermöglichung verstanden. Jede und jeder kann prinzipiell Leitung übernehmen; es entwickeln sich verschiedene Leitungsdienste, die rotierend wahrgenommen werden. Aufgaben und Dienste werden auf Zeit vergeben.
  • Entscheidungsfindung im geistlichen Prozess – Entscheidungen in der KCG werden im Konsens getroffen; leitend ist die apostolische Unterscheidung der Geister.
  • gelebte Solidarität – die Mitglieder helfen sich gegenseitig bei konkreten Anliegen und Sorgen, übernehmen Dienste und Aufgaben in dem gemeinsam erfahrbaren sozialen Raum und in der Pfarrei, zu der sie gehören.
  • konkrete Verantwortung – die Fortschritte und Ergebnisse übernommener Dienste und Aufgaben werden verfolgt und regelmäßig überprüft. Entscheidungen werden gegebenenfalls revidiert und Maßnahmen verändert.
  • Vernetzungen mit anderen KCG – man lernt voneinander und unterstützt sich gegenseitig.
  • missionarische Dimension – Die Mitglieder der KCG legen durch ihr diakonisches Engagement in der Nachbarschaft Zeugnis für die Frohe Botschaft ab und bauen Beziehungen zu Menschen in Ihrem Lebensumfeld auf. Die KCG selber sind gleichzeitig Orte für Menschen, die Christsein erfahren und erlernen wollen und damit Orte der Evangelisierung.
  • ökumenische und interreligiöse Dimension – die KCG hat Kontakt zu anderen Christinnen und Christen und Menschen anderer Glaubensüberzeugungen, um mit ihnen zusammen nach Wegen zum Aufbau des Reiches Gottes zu suchen.
Kleine Christliche Gemeinschaft
  Kleine Christliche Gemeinschaft in Deutschland

Kleine Christliche Gemeinschaften in Deutschland

Im deutschen Sprachraum ist die Entwicklung Kleiner Christlicher Gemeinschaften als Kirche in der Nachbarschaft eine Herausforderung an bisheriges pastorales Denken und Handeln. Für einen solchen Entwicklungsprozess ist nicht nur die theoretische Diskussion erforderlich; als besonders fruchtbar erweist sich das vorsichtige und fehlerfreundliche Experiment sowie der wache Austausch und die kritische Re¬flexion vieler Erfahrungen. Dafür bedarf es verschiedenster stützender Maßnahmen auf allen Ebenen der Pfarrei und der Diözese.

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Grundsatzpapier Kleine Christliche Gemeinschaften (PDF, 0.73 MB)
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