Afrikatag 2012

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Sudan

Pastoralarbeit des Jesuiten Flüchtlingsdienstes (JRS) mit Heimkehrerflüchtlingen im Südsudan

im Sudan
© Karl-Heinz Melters / missio

Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton bezeichnete den Sudan vor kurzem als „tickende Zeitbombe“. Anfang 2011 entscheiden die Menschen in dem nordafrikanischen Land, ob der überwiegend christliche Süden unabhängig vom muslimischen Norden wird. Die Volksabstimmung ist Teil des Friedensabkommens von 2005, das einen langen und grausamen Bürgerkrieg mit zwei Millionen Toten beendete. Viele Flüchtlinge sind nach Hause zurückgekehrt. Doch ihr Land ist vom Terror verwüstet, der Frieden bisher nur ein zarter Traum.

Die Menschen im Südsudan wünschen sich nichts sehnlicher, als dass endlich dauerhafter Frieden einkehrt. Sie träumen davon, endlich wieder ein normales Leben führen zu können – ohne Hunger, ohne die Sorge, ob sie den nächsten Tag gut überstehen, ohne die lähmende Angst vor erneuten Gewaltausbrüchen. Zwar schweigen seit fünf Jahren offiziell die Waffen. Doch von einer stabilen Situation ist das Land weit entfernt.

Neustart in einem zerstörten Land

Die Menschen, die nach jahrelanger Flucht in ihre südsudanesische Heimat zurückkehren, stehen vor dem Nichts. Ihre Dörfer und Schulen sind zerstört, ihre Felder verwüstet. Mit leeren Händen und einfachsten Werkzeugen fangen sie an, sich eine neue Existenz aufzubauen.

Nachhaltige Hilfe

Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS), der sie schon in Camps fernab ihrer Heimat begleitet hat, lässt die Heimkehrer auch jetzt nicht allein. Seine Mitarbeiter helfen unter anderem beim Aufbau von Schulen, organisieren Alphabetisierungsprogramme, Frauen- und Jugendarbeit, Friedens- und Bürgerrechtserziehung.

Grundlage für ein religiöses Leben

Einen besonderen Schwerpunkt aber setzt der JRS auf die pastorale Begleitung der Flüchtlinge bei der Wiedereingliederung. Dazu werden Menschen ausgebildet, die als Katechisten, Gemeindeleiter oder in Frauenkooperativen arbeiten. Sie sollen religiöse Grundlagen in die Gemeinden vermitteln, gemeindliche Strukturen legen und die Interessen der ehemaligen Flüchtlinge und Vertriebenen vertreten. Diese Menschen stehen beispielhaft für eine aktive Kirche, die trotz aller Zerstörung und mit oft armseligen Mitteln nah bei den Menschen ist.

missio unterstützt den Flüchtlingsdienst der Jesuiten, der sich allein im Bistum Yei um 100.000 Menschen, im Südosten bei Labone noch einmal um rund 33.000 kümmert, mit 95.700 €. Lassen Sie die Heimkehrer nicht allein und helfen Sie, ihnen eine Zukunft zu schenken!


Zusatzinformationen

Ihre Ansprechpartner/-innen:

v.l.n.r.: Bernd Merzenich, Kathrin Sauren, Angela Mispagel, Katrin Scherb, Sylvia Plettenberg, Dominik Hippler, Petra Jerusalem

v.l.n.r.: Bernd Merzenich, Kathrin Sauren, Angela Mispagel, Katrin Scherb, Sylvia Plettenberg, Dominik Hippler, Petra Jerusalem ,
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