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Immer mehr Jugendliche werden ins Abseits gedrängt
Korruption ist ein gravierendes Hindernis für nachhaltige Entwicklung und führt zu einem erheblichen Verlust öffentlicher Gelder, die eigentlich dringend für die Bekämpfung der Armut, für Bildung und Gesundheit benötigt werden. Ein besonders düsteres Bild gibt dabei Madagaskar ab. Der zweitgrößte Inselstaat der Welt liegt vor der Küste Ostafrikas und gehört zu den ärmsten Ländern dieser Erde.
Drei Viertel der Madegassen leben unterhalb der Armutsgrenze. Die meisten als Selbstversorger von einem kleinen Feld. Doch die Bevölkerung wächst von Jahr zu Jahr und gefährdet diese einfache Lebensgrundlage zusätzlich. Dringende Projekte wie der Bau von Straßen, Schulen, Krankenhäusern, von Dämmen oder Elektrizitäts- und Wasserwerken bleiben in der Entwicklungsphase stecken. Internationale Hilfsgelder versickern im Sand und in den Taschen der Politiker.
Der katholischen Kirche auf Madagaskar kommt in dieser Situation eine besondere Rolle zu. Sie versucht zu helfen, wo es geht und lindert unglaublich viel menschliche Not. Und - sie setzt nicht nur an den Symptomen an, sondern versucht nachhaltig etwas zu verändern. Der Orden der Salesianer beginnt damit bei der Jugend.
Bekannt geworden sind die Einrichtungen der Salesianer vor allem durch ihre Konzentration auf berufliche Bildung und ihre Arbeit mit Straßenkindern. Engagement und Fürsorge für junge Menschen, besonders für arme, gefährdete und benachteiligte stehen dabei im Vordergrund. Grundlage der Arbeit ist das pädagogische Konzept von Don Bosco, die Pädagogik der Vorsorge.
Ein Beispiel dafür ist das Zentrum Notre Dame de Clairvaux. Es liegt in der Nähe des Flughafens, 15 km von Antananarivo entfernt, im Dorf Ivato. Seit 25 Jahren finden hier Jugendliche Aufnahme, die durch Drogen, familiäre Gewalt, Schulprobleme, Jugendkriminalität gefährdet sind. Derzeit wird 232 von ihnen eine Berufausbildung ermöglicht. Für diese Aufgabe benötigt das Zentrum ein Auto, um mit Jugendlichen auf der Straße, in den Auffangzentren, in Familien oder auch Jugendgefängnissen Kontakt aufnehmen zu können.
Die aktuelle politische Krise in Madagaskar und die internationale Finanzkrise hat zur Folge, dass die Familien sich immer weniger um ihre Kinder kümmern können, da die Eltern wirtschaftlich ums Überleben kämpfen. Deshalb finden sich immer mehr Kinder auf der Straße wieder. Ihre Spende für dieses Projekt kann ihnen eine Zukunft schenken. missio möchte dieses Projekt mit 11.165 € unterstützen.
Der Himmel freue sich,