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Seelsorge für Flüchtlinge aus Somalia
Eine solche Dürre haben die Länder am Horn von Afrika seit sechzig Jahren nicht mehr erlebt. In den letzten zwei Jahren hat sich die Situation verschärft: keine Ernten mehr, vertrocknete Wasserstellen, verendete Viehherden führen dazu, dass Millionen Menschen auf der Suche nach Wasser und Nahrung ihre Heimat verlassen. Rund 120.000 Flüchtlingen sind in den Flüchtlingslagern in Dollo Ado angekommen. Der katholische Flüchtlingsdienst „Jesuit Refugee Service“ möchte dort psychosoziale Hilfsangebote aufbauen.
Äthiopien gehört selbst zu den ärmsten Ländern der Welt und nimmt doch Flüchtlinge aus Somalia auf. In der Region Dollo Ado im Südosten des Landes gibt es vier Flüchtlingslager des UNHCR, die in den vergangenen zwei Jahren errichtet wurden. 80% der Flüchtlinge dort sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
„Total trocken und wüstenähnlich“
So beschreibt Jesuitenpater Frido Pflüger die Gegend, wo die Zeltlager aufgebaut wurden. Zum Glück führt der Genale Fluss Wasser, das aufbereitet zu den Lagern transportiert wird. Wenn die Flüchtlinge in die Lager kommen, sind sie meistens völlig entkräftet und verzweifelt, denn sie haben bereits einen langen Weg hinter sich. Der UNHCR hat „Jesuit Refugee Service“ gebeten, seine Arbeit in Dollo Ado aufzunehmen. Es geht vor allem darum, den Flüchtlingen im Lageralltag Perspektiven aufzuzeigen.
Schulunterricht, Seelsorge und Beratung
Noch fehlt es an der notwendigen Infrastruktur, um zu unterrichten und pastorale und psychologische Beratung anbieten zu können. missio wurde gebeten, die Erstmaßnahmen und den Aufbau der Einrichtung zu finanzieren, damit die Arbeit aufgenommen werden kann. Ein weiteres Programm sieht vor, fähige Flüchtlinge zwei Monate lang intensiv auszubilden und in die psychosoziale Beratung einzubinden.
Mitarbeiter, Fahrzeug, Büro, …
Die Liste dessen, was gebraucht wird, ist lang. Zuerst müssen gute Mitarbeiter gefunden werden, die sich auf harte und einfachste Bedingungen einstellen können. Verpflegung und Unterkunft für die Flüchtlingsberater kosten für ein Jahr 12.346 Euro. Ein Fahrzeug mit Allradantrieb kostet 41.975 Euro, dazu kommen Kosten für Sprit und Reparaturen.
Das Elend der Flüchtlinge ist groß. Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten hat über Jahre hinweg viel Erfahrung gesammelt und kann den Menschen in ihrer Not helfen. missio möchte ihre Erstmaßnahmen für ein psychosoziales Hilfsprogramm mit 257.300 Euro unterstützen. Nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein – Ihre Spende hilft weiter und erleichtert den Menschen den Alltag, um mit Hoffnung in die Zukunft zu schauen.
Der Himmel freue sich,