Afrikatag 2012

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Äthiopien

Seelsorge im Flüchtlingslager Mai Aini

© Karl-Heinz Melters / missio

Äthiopien bringen wir immer wieder mit Hungersnöten, Dürre und Bürgerkrieg in Verbindung und tatsächlich gehört es zu den ärmsten Ländern der Welt. Dennoch suchen immer mehr Menschen aus angrenzenden Ländern wie Somalia, Eritrea und Sudan Schutz und Asyl in Äthiopien. In Mai Aini, einem großen Flüchtlingslager im Norden des Landes, betreut der „Jesuiten-Flüchtlingsdienst“ die entwurzelten und heimatlosen Menschen pastoral und seelsorgerlich. Es werden immer mehr, die Begleitung und Hilfe brauchen.

Die Flüchtlinge kommen mit nur wenigen Habseligkeiten vor allem aus Eritrea in Mai-Aini an. Häufig sind sie durch die Ereignisse in ihrer Heimat oder auf der Flucht traumatisiert, empfinden Stress und geistige Leere und fühlen sich einsam und hoffnungslos. Nicht selten wird das Flüchtlingslager zu einer Bleibe, in der sie mehrere Jahre verbringen.

Jesuiten helfen Flüchtlingen

Vor dreißig Jahren wurde der Jesuiten-Flüchtlingsdienst gegründet und ist heute in über fünfzig Ländern vertreten. Er unterstützt Flüchtlinge und Migranten, vertritt ihre Rechte und verhilft ihnen zu einem Leben unter menschenwürdigen Bedingungen. Im Flüchtlingslager Mai-Aini beinhaltet ihr Programm pastorale Beratung, sportliche und kulturelle Freizeitangebote und einen Fernstudiengang in Zusammenarbeit mit der Universität in Addis Abeba. Das Ziel ist, den Alltag im Lager erträglich zu machen.

Flüchtlinge beteiligen sich

Nur einige ausländische Mitarbeiter arbeiten im Lager, es geht vor allem darum, ausgewählte Flüchtlinge für die pastorale Arbeit auszubilden und einzusetzen. Geplant ist ein zweimonatiger Ausbildungskurs für 30 Flüchtlinge, bei dem ihnen Grundlagen der Beratung und Gruppenleitung vermittelt werden. 1.347 Euro wird diese Maßnahme kosten.

Beratung bei seelischen Problemen

Um 300 Flüchtlinge mit seelischen Problemen zu beraten, sollen die zehn besten Absolventen des Kurses dauerhaft angestellt werden. Supervision und Weiterbildung sind für sie dringend notwendig, um den Herausforderungen dieser Aufgabe gewachsen zu sein. Der Flüchtlingsdienst stellt klar, dass die Maßnahmen zeitlich begrenzt sind, denn die Flüchtlinge werden aktiv in die Arbeit eingebunden und können dann die pastoralen Aufgaben mitübernehmen.

Menschenwürde und Hoffnung für die Zukunft sind für die Menschen wichtige Grundlagen, um im Flüchtlingslager Mai-Aini überleben zu können. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst setzt sich mit aller Kraft dafür ein. missio fördert die Arbeit der Jesuiten mit 12.100 Euro. Helfen Sie mit, damit die Flüchtlinge Hoffnung spüren können!


Zusatzinformationen

Ihre Ansprechpartner/-innen:

v.l.n.r.: Bernd Merzenich, Kathrin Sauren, Angela Mispagel, Katrin Scherb, Sylvia Plettenberg, Dominik Hippler, Petra Jerusalem

v.l.n.r.: Bernd Merzenich, Kathrin Sauren, Angela Mispagel, Katrin Scherb, Sylvia Plettenberg, Dominik Hippler, Petra Jerusalem ,
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