Afrikatag 2012

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China

Laienschwestern helfen Leprakranken

© Karl-Heinz Melters / missio

Viele denken, dass Lepra eine längst ausgestorbene Krankheit ist, auch weil wir sie hauptsächlich aus Erzählungen in der Bibel kennen. China ist eines der Länder, wo auch in der heutigen Zeit viele Menschen an Lepra erkranken. Ursachen für den Ausbruch der Krankheit sind neben einem feuchtwarmen Klima vor allem mangelnde Hygiene, verschmutztes Trinkwasser und Mangelernährung. Ein Pater der „Salesianer Don Boscos“ und acht Laienschwestern betreuen Leprakranke in 44 südchinesischen Dörfern.

Guangdong ist mit rund 83 Mio. Menschen die bevölkerungsreichste Provinz im Südosten Chinas. Die Wirtschaft floriert, so dass auch zahlreiche Wanderarbeiter auf der Suche nach Arbeit in die Städte kommen. Trotz der rasanten industriellen Entwicklung ist Lepra eine Erkrankung, welche die Gesundheitsbehörden nicht in den Griff bekommen.

Ausgestoßen von der Gesellschaft

Obwohl Lepra mit modernen Medikamenten heilbar ist, werden die Kranken von der Gesellschaft geächtet und isoliert. Häufig werden sie in Lepradörfer umgesiedelt. Dabei ist es sehr wichtig, über die Krankheit und die Ansteckungswege aufzuklären. Diese Aufgabe haben der katholische Salesianerpater Roberto Tonetto, zwei Ärztinnen und sechs Schwestern übernommen. Neben der medizinischen Betreuung unterstützen sie die Leprakranken vor allem dabei, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen.

Laienschwestern leisten ganze Arbeit

Sie betreuen rund 2000 Patienten in 44 Dörfern. Dabei sind sie viel unterwegs, denn sie besuchen die Menschen in ihrem Zuhause und helfen vor Ort, wo es am nötigsten ist. Lepra ist eine Infektionskrankheit und wird von Bakterien übertragen. Die Schwestern behandeln deshalb die Wunden der Kranken und klären über verbesserte Hygiene auf, um die Familienmitglieder vor Neuansteckung zu schützen, denn hauptsächlich Menschen mit geschwächten Abwehrkräften sind gefährdet.

Medizinische Hilfe und pastorale Seelsorge

Die Schwestern stehen der katholischen Kirche nahe und möchten ihren Dienst unter dem Dach der Kirche tun. Sie unterstützen die Menschen seelsorgerlich und bringen ihnen das Evangelium nahe. Gehälter, Versorgung Reisekosten und Versicherung für die Schwestern kosten 21.760 Euro im Jahr. missio möchte das Projekt für zwei Jahre fördern.

Acht Laienschwestern und Salesianerpater Tonetto leisten eine wichtige Arbeit in der Provinz Guangdong, denn Leprakranke stehen nach wie vor am Rande der Gesellschaft. Medizinische Hilfe und Seelsorge geben ihnen neuen Lebensmut und Hoffnung auf eine bessere Zukunft. missio möchte die Arbeit der Schwestern mit 43.520 Euro unterstützen. Helfen Sie mit, denn Lepra ist heilbar.


Zusatzinformationen

Ihre Ansprechpartner/-innen:

v.l.n.r.: Bernd Merzenich, Kathrin Sauren, Angela Mispagel, Katrin Scherb, Sylvia Plettenberg, Dominik Hippler, Petra Jerusalem

v.l.n.r.: Bernd Merzenich, Kathrin Sauren, Angela Mispagel, Katrin Scherb, Sylvia Plettenberg, Dominik Hippler, Petra Jerusalem ,
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