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Jordanien: Die Menschen mussten mit den Maßnahmen zurechtkommen

Immer wieder erhebt Papst Franziskus seine Stimme und ruft zu einer Globalisierung der Solidarität und Nächstenliebe auf. In Zeiten von Corona bekommt dieser Appell eine neue Bedeutung. missio steht auch in diesen Zeiten der weltweiten Pandemie in engem Kontakt mit seinen Projektpartnern in Afrika, Asien und Ozeanien, die besonders von der Pandemie betroffen sind. Katja Nikles befragte Pater Humam Khzouz zur aktuellen Situation in Jordanien.

Wie hat die Covid-19-Pandemie das Leben der Menschen in Ihrem direkten Umfeld (in Ihrer Nachbarschaft) verändert?

Jordanien hat sehr strenge Maßnahmen ergriffen, um der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken, etwa eine komplette Isolierung von Städten, Ausgangssperren und auch eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten von Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Menschen mussten ohne Vorankündigung mit den Maßnahmen zurechtkommen, die ihr Leben stark veränderten. Die Regierung konnte auf diese Weise jedoch tatsächlich dafür sorgen, dass die Verbreitung der Pandemie auf einem niedrigen Level geblieben ist.

 

Welche Auswirkungen wird die Pandemie in den nächsten Monaten für Ihr Land haben?

Für ein einfaches Land wie Jordanien hat die Pandemie starke wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen. Die Menschen werden wohl nicht nur in den kommenden Monaten, sondern vielleicht sogar in den kommenden Jahren stark unter diesen Folgen zu leiden haben und sie im Alltag spüren. Welche langfristigen Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft, für ihre Entwicklung und ihre Werte entstehen, bleibt abzuwarten.

 

Welche Bedeutung hat der Glaube für die Menschen in den Zeiten der Pandemie?

Von der Schließung aller öffentlichen Plätze waren natürlich auch alle Gebetsorte, inklusive der Kirchen, betroffen. Unsere Gemeindemitglieder wurden motiviert, die Messen und Gebete online zu verfolgen. Insbesondere in den Kar- und Ostertagen wurde diese Möglichkeit genutzt. Wir konnten beobachten, dass während dieser Zeit bei vielen Menschen ein tiefes Verlangen nach Glauben und danach, diesem Glauben Ausdruck zu verleihen, entstanden ist. Vor allen Dingen fehlte es vielen, an der Messe teilzunehmen und die Eucharistie zu empfangen.

Foto: missio

Pater Humam Khzouz lebt in Jordanien und ist Mitglied des von missio initiierten Netzwerks Religionsfreiheit in der MENA-Region, das heißt in Nordafrika, dem Nahen und Mittleren Osten. Nähere Informationen zum Netzwerk Religionsfreiheit finden Sie hier ».

Solidaritätsfond

Hilfe für Corona-Opfer

missio hat einen Solidaritätsfonds angelegt, um den von Corona am stärksten betroffenen Partnerinnen und Partnern in Asien, Afrika und Ozeanien schnell und unbürokratisch helfen zu können. Das Ziel: Sie sollen gerade in dieser schwierigen Zeit den leidenden Menschen zur Seite stehen und helfen können.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!


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