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Indien: Das Corona-Virus kann sich schnell ausbreiten

Pater Louie Albert SJ ist Regionaldirektor des Jesuit Refugee Service Südasien mit Sitz in Neu-Dehli in Indien. Hier berichtet er über die Lage in dem größten asiatischen Land.

Pater Louie Albert SJ (Indien)

In Indien sind offiziell 147 Corona-Fälle gemeldet und drei Menschen sind gestorben. Die meisten von ihnen hatten sich auf Reisen angesteckt und kommen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Die Regierung hat außer häufigen Warnungen und Ankündigungen aber bisher wenig Konkretes getan. Es wird erwartet, dass der Premierminister heute (19. März) eine Ansprache an die Nation hält. Viele Züge fahren nicht mehr, Bildungseinrichtungen sind bis Ende März geschlossen.

Viele arme Menschen werden betroffen sein

Die Gesundheits- und Hygienesituation in Indien sehr sehr schlecht. Die Menschen müssen sich zwischen viel Schmutz und Abfall bewegen. Wenn die Regierung nicht strenger, stärker und kontinuierlicher handelt, kann sich das ansteckende Virus schnell ausbreiten. Viele arme Menschen werden davon betroffen sein.

Diejenigen, die in der Schattenwirtschaft arbeiten oder auf tägliche kleine Jobs angewiesen sind, werden am meisten leiden, weil sie keine Arbeit mehr bekommen. Auch die Flüchtlinge finden dann keine Arbeit mehr.

In dieser Zeit der Prüfung und des tragischen Moments in der Geschichte der Menschheit aufgrund des Ausbruchs von Corona sind Sie von missio und Ihre Familienmitglieder in meinen Gedanken und Gebeten. 

Ich bete weiterhin für alle Opfer des Corona-Virus in der ganzen Welt.

Mit dem Glauben an Gott und unsere Wissenschaftler werden die Menschen eine geeignete und nachhaltige Lösung gegen die Verbreitung des Virus finden. Dies ist der Zeitpunkt, an dem wir alle unsere Prinzipien, Werte und unsere gemeinsame Verantwortung füreinander wirklich leben müssen.

Ich versichere sie nochmals meiner Gebete und Gedanken. Bitte passen sich gut auf sich auf.

Möge Gott mit uns sein und uns stärken.

Pater Louie Albert SJ, Neu-Delhi (Indien)

Solidaritätsfond

Hilfe für Corona-Opfer

missio hat einen Solidaritätsfonds angelegt, um den von Corona am stärksten betroffenen Partnerinnen und Partnern in Asien, Afrika und Ozeanien schnell und unbürokratisch helfen zu können. Das Ziel: Sie sollen gerade in dieser schwierigen Zeit den leidenden Menschen zur Seite stehen und helfen können.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!


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