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Von den Bergen des Himalaya ins flache Münsterland

Keinerlei Erinnerung mehr hatte ich gestern Mittag, als ich mit unseren Gästen aus Nordost-Indien und Kolleg/-innen vom Bistum Münster und von missio einen Ausflug in den Westen der Diözese Münster machte. Denn es ist 26 Jahre her, dass ich erstmals und zuletzt die Jugendburg Gemen besuchte: Damals, im Oktober 1993, war ich frisch gewählter Bundesvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und vertrat meinen Verband bei der BDKJ-Bundeskonferenz der Mitgliedsverbände.

Nun also zieht es mich im Rahmen der bundesweiten Eröffnungsfeier zum Monat der Weltmission wieder dorthin. Um genau zu sein: Ich will dahin! Denn einen Blick zurück in mein jugendverbandlich geprägtes Leben finde ich immer wieder sehr interessant.

Es regnet fürchterlich im Münsterland, als wir uns zu acht von Münster in einem VW-Bus auf den Weg machen. Trotz Dauerregens ist die Stimmung im VW-Bus sehr gut.

Foto: Ralf Simon / missio
Pfarrer Varghese Velickakam und Pater John Pudussery sind trotz Regens guter Dinge.

Angekommen in Gemen führt uns der Weg zuerst zur Jugendburg, die vom Bistum Münster als jugendpastorales Zentrum genutzt wird. Bei der Begrüßung durch die Bürgermeisterin, den Kreisdechanten von Borken und den Geistlichen Leiter der Jugendburg erfahren wir, dass die Jugendburg mit ca. 40.000 Übernachtungen pro Jahr der größte Beherbergungsbetrieb im Kreis Borken ist. Jugendarbeit ist also nicht nur wichtig für die Entwicklung unserer Gesellschaft, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. Die Angebote der Jugendburg Gemen sind sehr vielfältig und reichen von offenen Angeboten für Jugendliche und junge Erwachsene (Religionspädagogik) über Tage religiöser Orientierung (Schulpastoral) bis hin zur Möglichkeit von Konferenzen für die Jugendverbandsarbeit. Das ist für unsere vier mitgefahrenen Gäste aus Nordostindien sehr informationsreich, sodass auch angeregte Gespräche stattfinden.

In der Jugendburg Gemen

Ohne Schirme ist an einen Gang in die frische Luft nicht zu denken. So ist es ein sehr aufmerksames und hilfreiches Begrüßungsgeschenk, das uns die Bürgermeisterin der Stadt Borken, Frau Mechtild Schulze-Hessing, zur Begrüßung überreicht: Jeder Gast erhält einen Regenschirm, mit dem wir nun den Namen der kleinen westfälischen Stadt nicht nur nach Aachen, sondern auch in die Himalaya-Berge Nordost-Indiens tragen.

Landregen in Gemen - immerhin ist es kein indischer Monsun!

Ökumene ist auch in Nordost-Indien ein wichtiges Thema, denn dort leben neben indigenen Volksgruppen vor allem Hindus, aber auch Muslime und Christen. Die Verteilung der Religionszugehörigkeit unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland jedoch erheblich ». Es liegt also nichts näher, als auch in Gemen die ökumenische Zusammenarbeit zu thematisieren und in den Austausch mit der evangelischen Gemeinde zu kommen.

Ökumene in Borken-Gemen

Den Abend verbringen wir dann auf einem Bauernhof in Dülmen-Hiddingsel. Darüber lesen Sie im Blogbeitrag Eröffnung der missio-Aktion zum Weltmissionssonntag 2019 in Münster » von Johannes Seibel.


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