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Tagung: Towards an Ecumenical Missiology

„Towards an Ecumenical Missiology: Witnessing Christ“ lautete der Titel der ökumenischen missionswissenschaftlichen Tagung, die vom 15. bis 18. Juli 2019 im Erbacher Hof in Mainz stattfand. Theologinnen und Theologen aus Afrika, Asien, Nordamerika, dem Nahen Osten, Ozeanien, Lateinamerika und Europa kamen zusammen und gingen in ihren Vorträgen der Frage nach, welche christologischen Perspektiven einerseits für ihren jeweiligen kontinentalen Kontext und andererseits in ihren jeweiligen Kirchen prägend sind.

Einen spezifischen Akzent legten die Referentinnen und Referenten dabei auf die missionswissenschaftlichen Implikationen der verschiedenen kontextuellen Christologien, um diese miteinander ins Gespräch zu bringen. Ziel der Konferenz war es, kontextuelle und konfessionelle Konvergenzen und Divergenzen im Missionsverständnis herauszuarbeiten und dabei zu diskutieren, ob primär kontextuelle oder konfessionelle Verortungen epistemologisch prägend und damit zugleich identitätsstiftend für die Missionswissenschaft und Theologie sind.

Foto: missio
35 Theologinnen und Theologen aus Afrika, Asien, Nordamerika, dem Nahen Osten, Ozeanien, Lateinamerika und Europa kamen bei der Tagung zusammen.

Im Verlauf der Konferenz wurde deutlich: Die Konvergenzen und Divergenzen in den Christologien und ihre missionswissenschaftlichen Implikationen verlaufen nicht exakt entlang konfessioneller Grenzen. Kontinentale und kulturelle Zugehörigkeiten scheinen wesentlich stärker identitätsstiftend zu wirken und demzufolge auch die theologischen Perspektiven maßgeblich zu beeinflussen als die konfessionelle Beheimatung.

Neben dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio und dem Evangelischen Missionswerk (EMW) als Initiatoren sind die (freikirchlich-baptistische) Theologische Hochschule Elstal sowie die (freikirchlich-evangelikale) Akademie für Weltmission in Korntal an dem ökumenischen Projekt „Towards an Ecumenical Missiology“ beteiligt. Die Beiträge der Fachtagungen werden publiziert, so dass eine kontextuell geprägte ökumenisch-missiologische Buchreihe entsteht.

Die Konferenz stand in der Nachfolge des Rezeptionsprozesses für das ökumenische Dokument „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“ », der von 2013 bis 2018 in Deutschland durchgeführt wurde und bot eine internationale Plattform für die Fortführung des Gesprächs. Vorbereitet wurde sie von Vertreterinnen und Vertretern des katholischen Missionswerks missio Aachen, vom Evangelischen Missionswerk e.V. sowie von Michael Kißkalt (Theologische Hochschule Elstal), Traugott Hopp (Akademie für Weltmission Korntal), Claudia Jahnel (Ruhr-Universität Bochum) und Hanna Stahl (Missionsakademie Hamburg).


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