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Unterwegs in Kenia

Im Namen von AMECEA (Vereinigung ostafrikanischer Bischofskonferenzen) begleiten uns Father Emmanuel Chimombo und Dr. Alphonce Omolo auf unserer Reise durch Kenia. Gemeinsam mit ihnen bekommen wir einen Einblick in die kulturelle Entwicklung Kenias, die stark geprägt ist von unterschiedlichen Ethnien und Familien und der menschlichen Sehnsucht nach Freiheit.

Unsere Reisegruppe mit Father Emmanuel Chimombo (li. außen), Dr. Alphonce (er. außen) und Ms Christin Gichure, die uns eindrucksvoll in die unterschiedlichen Traditionen und Kulturen Kenias eingeführt hat. Foto: missio / Johannes Duwe
Unsere Reisegruppe mit Father Emmanuel Chimombo (li. außen), Dr. Alphonce (re. außen) und Ms. Christin Gichure, die uns eindrucksvoll in die unterschiedlichen Traditionen und Kulturen Kenias eingeführt hat.

Nach einem theoretischen Einblick haben wir im Bomas of Kenya (Touristendorf in Langata, Nairobi)  traditionelle Tänze und Lieder auf uns wirken lassen. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Besuch bei der Hochschulgemeinde der Kenyatta Universität. Wir hatten die Gelegenheit, „kleine“ christliche Gemeinden (zwischen 50 und 100 Jugendliche, die in noch kleineren Einheiten, sogenannten Familien organisiert sind), genannt Youth Small Christian Communities, zu besuchen. Bemerkenswert ist der hohe Grand an Selbstorganisation und Eigenverantwortung, die für die Studierenden selbstverständlich sind.

Am Donnerstag haben wir mit einer Vertiefung begonnen, was kleine christliche Gemeinschaften (SCCs) bedeuten und was sie auszeichnet. Dr. Alphone Olomo erzählte mit Begeisterung und Hingabe von seinen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Im Anschluss hat uns missio-Projektpartnerin Sister Ephigenia mit auf eine Reise zu den Anfängen der SSCs in Kenia genommen, welche stark vom LUMKO-Institut in Südafrika geprägt waren. Sr. Ephigenia erhielt ihre Ausbildung, bevor die Hälfte unserer Reisegruppe das Licht der Welt erblickte. Was für eine Leistung und was für ein Durchhaltevermögen! Uns wird deutlich, wie stark sich Bibel und Alltag gegenseitig bereichern.

Am Nachmittag sind wir dann in die Realität einer Großstadtpfarrei eingetaucht, deren Organisation sich komplett auf SCCs stützt. Nach einem kurzen Gespräch mit Father Steven hatten wir die Chance, eine der Gemeinschaften kennenzulernen. Diese setzt sich besonders aus wohlhabenden Bewohnern des Viertels Karen zusammen. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen, Berührungsängste gab es überhaupt keine. Hier haben wir eine Seite der Kleinen Christlichen Gemeinschaften kennengelernt, die man aus europäischer Sicht eher nicht auf dem Schirm hat. Wir haben Gläubige getroffen, die sich um ihre Mitmenschen sorgen und sich ihrer Verantwortung für ihr Umfeld bewusst sind.

Wir hatten tolle Begegnungen und tiefe Glaubensgespräche, die uns sehr inspiriert haben.
Danke dafür!

Steffen Hollmann

Philipp Schröder


Stephan Wälti | 14. Februar 2020 | 16:22 Uhr

Hoi zämewir wünschen euch allen weiterhin eindrückliche Erlebnisse und alles Gute auf eurer Reise. Das Team des Pastoralraumes Hinterthurgau


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