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Osteranschlag Sri Lanka: Überleben zwischen Trauer, Angst und Gebet

Foto: missio / Andy Spyra
Eine Frau betet in der Kirche St. Sebastian in Negombo in Sri Lanka einen Monat nach dem mörderischen Anschlag auf Christen in Sri Lanka den Rosenkranz.

Sri Lanka sucht Normalität nach dem Terror

Bombenanschläge auf drei Kirche und drei Hotels durch Selbstmordattentäter forderten am Ostersonntag 2019 in Sri Lanka 253 Menschen das Leben, 458 Menschen wurden verletzt. Die meisten Opfer sind Christinnen und Christen. Wie können Sie nach einer solcher traumatischen Erfahrung weiterleben? Für missio Aachen war der Fotograf Andy Spyra vom 21. bis 25. Mai 2019 in Sri Lanka unterwegs, um diese Frage mit seiner Kamera zu beantworten. Seine Erfahrung: Die Stimmung ist immer noch angespannt, die Menschen versuchen, das Trauma zu verarbeiten, die religiösen Führer der Buddhisten, Hindu, Muslime, Christen und anderer Religionen bleiben im Gespräch, damit der Anschlag keine neue Gewalt in der Gesellschaft auslöst. Alle Angehörigen der verschiedenen Religionen haben gleichermaßen Angst, dass die Terroristen es schaffen, die Menschen gegeneinander aufzuwiegeln. Immer noch waren Schulen geschlossen, können Gläubige nicht ohne Polizeischutz die Sonntagsmesse besuchen, feiern Muslime den Ramadan vorsichtiger als früher. Auf Sri Lanka und die Kirche dort wartet eine große Herausforderung, wie alle diese Wunden geheilt und Fundamentalismus, Spaltung, Ausgrenzung und Polarisierung gestoppt werden können. Beten wir für Sri Lanka. Wenn Sie hier weiter nach unten scrollen, können Sie erste Bilder von Andy Spyra sehen. 

Foto: missio / Andy Spyra
Genau einen Monat nach dem Osteranschlag 2019 auf Kirchen in Sri Lanka: Szena auf dem neu gebauten Friedhof an der Kirche St. Sebastian in Negombo.
Foto: missio / Andy Spyra
Die Trauer sitzt tief: Angehörige besuchen das Grab von Verwandten, die an Ostern 2019 bei einem Bombenanschlag auf die Kirche in Negombo in Sri Lanka gestorben sind.
Foto: missio / Andy Spyra
Ein Ort der Erinnerung: Der Friedhof für die Christen aus Sri Lanka, die in Negombo an Ostern 2019 bei einem Anschlag den Tod fanden.
Foto: missio / Andy Spyra
Hinter jedem dieser Kreuze steckt ein tragisches Schicksal: Sie stehen für die Beerdigung der Opfer des Terroranschlags auf Kirchen in Sri Lanka an Ostern 2019 in Negombo bereit.

Die Trauer ist für die Christinnen und Christen auf Sri Lanka nach dem Anschlag auf ihre Kirchen allgegenwärtig. Für die Getöteten wurden eigene Friedhöfe angelegt.

Foto: missio / Andy Spyra
Die Wunden heilen, der Schmerz bleibt: Nilanka Dilshan (rechts) ist 37 Jahre alt und wurde von einem Splitter bei Anschlag auf die Kirche St. Sebastian in Negombo auf Sri Lanka an Ostern 2019 schwer verwundet - hier zusammen mit seiner Frau und Kindern.
Foto: missio / Andy Spyra
Wie mit dem Leid zurecht kommen? Anthony Appuhami (zweiter von rechts) verlor bei dem Anschlag auf die Kirche St. Sebastian an Ostern 2019 in Negombo in Sri Lanka seine Frau, eine Tochter, einen Cousin und eine Schwägerin. Hier trösten ihn Angehörige im Mai 2019.
Foto: missio / Andy Spyra
Wie weiterleben? Bernard Krishantha (links) and Nirasha Lakmali verloren ihre Tochter beim Anschlag auf die Kirche St. Sebastian in Negombo an Ostern 2019 auf Sri Lanka. Die zwei anderen Kinder Dinusara Saving (rechts) and Ananya Rashini haben den Angriff überlebt.

Das Leid der Christinnen und Christen ist nicht anonym. Andy Spyra hat Familien besucht, die Angehörige verloren haben oder selbst verletzt wurden. Das Leid hat Gesichter, auch das von Kindern.

Der Terror der islamistischen Fanatiker trifft ganz Sri Lanka. Vertreter der Buddhisten, Hindu, Muslime oder Christen treffen sich nach den Osteranschlägen von 2019 gegen Kirchen und Hotels, um mit Vertretern der Polizei die Sicherheitslage zu besprechen. Sie wollen verhindern, dass die traumatische Stimmung ausgenützt wird, um die Angehörigen verschiedener Religionen gegeneinander aufzuhetzen. Dann hätten die Terroristen ihr Ziel erreicht.

Foto: missio / Andy Spyra
Polizei und Religionsführer beraten nach dem Terroranschlag auf Kirchen in Sri Lanka an Ostern 2019 einen Monat später in der Moschee von Karadeniya, wie sie gemeinsam am besten für Sicherheit sorgen können.
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Der Terroranschlag auf Kirchen in Sri Lanka an Ostern 2019 stellt die Gesellschaft des Landes vor große Herausforderungen. Deshalb diskutieren hier am 24. Mai 2019 Vertreter verschiedener Religionen in der Moschee von Karadeniya, wie sie den Zusammenhalt stärken können, um Hass und Gewalt zu verhindern.
Foto: missio / Andy Spyra
Kraft aus dem Gebet: Eine Frau betet am 24. Mai 2019 in Negombo auf Sri Lanka an einer Marienfigur. Etwa einen Monat zuvor an Ostern 2019 waren Christen Ziel von Anschlägen auf der Insel.
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Nach dem Anschlag auf Kirchen in Sri Lanka an Ostern 2019 sichern Polizisten auch einen Monat später noch die Gottesdienste. Die Stimmung ist angespannt.
Foto: missio / Andy Spyra
Trost im Gebet finden: Diese Frau betet am 24. Mai 2019 in Negombo auf Sri Lanka den Rosenkranz. Sie ist einen Monat zuvor bei einem Terroranschlag an Ostern 2019 auf die Kirche St. Sebastian in ihrer Heimat an der Hand verletzt worden.

Die Christinnen und Christen in Sri Lanka suchen rund einen Monat nach dem verheerenden Anschlag auf ihre Kirchen Trost im Gebet und Glauben. Er hilft ihnen auch, den Mut und die Kraft aufzubringen, in der Gesellschaft für Frieden und Verständigung einzutreten. Das ist schwer genug.


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