Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Kontakt zu missio

Unsere Servicezeiten ,
Mo.-Do. 8-17 Uhr Fr. 8-13 Uhr

Goethestr. 43 , 52064 Aachen

Tel.:
0800 / 38 38 393
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit. Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Für den Nachwuchs der Kirche

Eine fundierte Ausbildung ist die wichtigste Grundlage für die zukünftigen Priester. © missio / Fritz Stark

„Hier kann man die Zukunft unserer Kirche sehen!“, sagt Father Alfred Mupeta begeistert. „Unsere Kirche lebt!“ Der 48-jährige Priester unterrichtet am St. Dominic’s Priesterseminar von Lusaka, der Hauptstadt von Sambia. Der gesamte Priesternachwuchs des Landes wird hier ausgebildet, und dieser Nachwuchs wächst und wächst, die Berufungen steigen. Rund 140 Seminaristen studieren Philosophie und Theologie, etwa 25 werden jährlich zu Priestern geweiht. Für die Kirche in Sambia ist die Finanzierung der Priesterausbildung eine große Herausforderung. Umgerechnet 1.450 Euro kostet ein Student im Jahr. Das ist in Sambia sehr viel Geld. Das Land rutschte mit dem Verfall der Kupferpreise in die Armut ab. Mit der rapiden Ausbreitung von HIV und Aids kam eine schwerwiegende soziale Katastrophe hinzu.

Auch die Hälfte der Seminaristen kommt aus sehr armen Familien. Unter den Studenten sind darüber hinaus Waisen, die über keinerlei Mittel verfügen. „Wenn jemand Geld braucht, helfen ihm meist befreundete Familien. Die Seminaristen gehen dann in den Ferien zu diesen Familien, werden von ihnen also in gewisser Hinsicht adoptiert“, erklärt Father Kennedy Seketa, der Rektor des Priesterseminars. Viele dieser Waisen sind Flüchtlinge aus Ruanda.

Lackson Emmanuel Lungu kommt aus Sambia. Der 25-Jährige wurde als fünftes von neun Kindern geboren. Seine Berufung zum Priestertum war für die Familie ein Schock. Sie hätte ein weiteres Einkommen sehr gebraucht. Stattdessen muss sie jetzt 126 Euro im Jahr für Lacksons Studium am Priesterseminar aufbringen. Das ist sehr viel Geld, wenn 20 Menschen mit den kargen Einnahmen eines Kiosks ernährt werden wollen.

© missio / Fritz Stark

Sambias Kirche ist jung und lebendig, aber die traditionellen Elemente der Naturreligionen sind immer noch präsent. Der Hexenglaube ist weit verbreitet und zwar quer durch alle Altersgruppen und Bildungsschichten, in ländlichen und in städtischen Gebieten. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 85 Prozent der sambischen Bevölkerung an Hexerei glauben, mit furchtbaren Folgen. Wer der Hexerei bezichtigt wird, muss um sein Leben fürchten. Umso wichtiger ist eine fundierte Ausbildung der künftigen Priester, die später mit diesen Problemen umgehen müssen. Lackson Lungu fühlt sich durch das Priesterseminar gut vorbereitet: „Wir erhalten hier eine menschliche, spirituelle, pastorale und akademische Ausbildung. Speziell von den Einsätzen in Pfarren, Spitälern und Gefängnissen profitieren wir sehr.“

Das St. Dominic’s Priesterseminar wird mit Mitteln aus der Kollekte für Afrika unterstützt.

© 2009-2017 missio Aachen