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Inhalt

Plakat zum Afrikatag 2018 (DR Kongo)

Bausteine für den Gottesdienst zum Afrikatag 2018

Zur Einführung

Heute feiern wir in unserem (Erz-)Bistum den Afrikatag. Die Kollekte an diesem Tag wird seit mehr als 120 Jahren gehalten: anfangs, um Sklaven loszukaufen, heute, um Frauen und Männer auszubilden, die sich in der Nachfolge Jesu an die Seite der Armen und Schwachen stellen. Wir wollen in diesem Gottesdienst über die Grenzen unserer Gemeinde hinausschauen hin zu unseren Glaubensgeschwistern in Afrika und Gott danken für das, was ihr und unser Leben trägt: seine Liebe, sichtbar und greifbar geworden in seinem Sohn Jesus.

Hier springen Sie direkt zum gewünschten Inhalt: Predigtvorschlag - Aufruf zur Kollekte - Christusrufe (Kyrie) - Bildmeditation - Fürbitten - Gebet - Downloads

Lieder

  • Eingang: GL 468
  • Gabenbereitung: GL 474 1+2
  • Schluss: GL 456 1, 3, 4 oder GL 474, 3-5
  • Bildmeditation: GL 323 (Kehrvers)
© Hartmut Schwarzbach / missio

Predigtvorschlag

"Liebe Schwestern und Brüder!

wenn in diesen Tagen die Sternsinger durch die Straßen ziehen, ist einer in der Regel schwarz angemalt. Denn, so sagt es die Tradition, die drei Könige vertreten die drei Kontinente, die zur Zeit Jesu bekannt waren: Europa, Afrika und Asien. Der schwarze König bringt also nicht nur Farbe in die Sternsingerschar, sondern er lenkt auch unseren Blick nach Afrika. Auf einen Kontinent, dessen Exotik einerseits fasziniert und der andererseits oft fremd bleibt; einen Kontinent, der uns mit den Flüchtlingen, die aus Afrika über das Mittelmeer zu uns kommen, nähergerückt ist; einen Kontinent, den wir eher mit schlechten denn mit guten Nachrichten verbinden.

Auch der Afrikatag, den wir heute in unserem (Erz-)Bistum feiern, lenkt unseren Blick auf diesen Kontinent. Doch wie blicken wir eigentlich auf Afrika? Ist es ein Blick der Neugier angesichts der Bilder von Löwen und Elefanten? Ist es ein Blick des Mitleids angesichts der Bilder von Hunger und Elend? Ist es ein Blick der Resignation angesichts der Nachrichten von Armut und Krieg?

Das Plakat zum diesjährigen Afrikatag (PDF / JPG) schlägt einen anderen Blick vor. Das Motiv ist eigentümlich gerahmt: links und rechts Türpfosten, von oben ragt ein Strohdach ins Bild hinein. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorstellen zu können: Das ist der Blick aus dem Stall von Bethlehem hinaus. Das ist der Blick Jesu und der Blick aller, die bei ihm an der Krippe waren und von dort in die Welt hinausgingen. Wenn Jesus selbst hier auf eine Szene in Afrika schaut, dann ist das ein Blick voll kindlicher Neugier, ein Blick voll göttlicher Zuwendung, der Blick eines Gottes, der Mensch geworden ist, damit die Menschen das Leben in Fülle haben. Und es ist ein Blick, dem wir uns anschließen in der weihnachtlichen Gewissheit, dass Gott sich den Menschen zuwendet, dass das Reich Gottes in Jesus Christus schon angebrochen ist.

Das Afrika, das Jesus aus dem Stall heraus sieht, ist ein Afrika der Hoffnung. Denn das Bild erzählt eine Geschichte von Zuwendung und Zuversicht, eine Geschichte vom Reich Gottes, das schon angebrochen ist. Der Priester Gustave Kileya Mukobe ist ins Dorf gekommen und spricht mit Kindern und Jugendlichen. Das Dorf liegt in der Diözese Kasongo im Südosten der Demokratischen Republik Kongo, in einem weitgehend vergessenen Landstrich. In diesem Dorf leben rund 1.200 Menschen. Sie leben von dem, was sie anbauen, Mais und Maniok, und produzieren etwas Holzkohle. Im Dorf gibt es keinen Brunnen und keine Krankenstation. Pfarrer Gustave ist einer, der sich um die Menschen in diesem Dorf kümmert, wahrscheinlich der Einzige. Einmal im Monat kommt er ins Dorf und feiert mit den Menschen Gottesdienst. Anschließend nimmt er sich Zeit, um die Kinder zu unterrichten. Denn zur Schule müssen die Kinder ins nächste Dorf laufen, das zwei Stunden entfernt liegt. Wenn Pfarrer Gustave ins Dorf kommt, ist das für die Menschen dort ein Ereignis und für uns ein beeindruckendes Zeugnis des Glaubens. Denn in Pfarrer Gustave bekommt die Zuwendung Gottes für die Menschen in diesem vergessenen Dorf ein Gesicht. Angetrieben von seinem Glauben, macht der Priester sich auf den Weg, um mit den Menschen unterwegs zu sein, um ihnen zuzuhören und ihre Freuden und Sorgen zu teilen. Die Wege sind für Pfarrer Gustave nicht leicht. Bis zu 50 Kilometer liegen die Dörfer, die er betreut, auseinander. Mit dem Motorrad fährt er über unbequeme Pisten, damit für die Menschen das Mitgehen Gottes erfahrbar wird.

Er teilt das Leben der Menschen und versteht sich selbst als Priester der Armen. „Die Armut der Menschen schmerzt mich. Besonders nachts, wenn ich Zeit habe, nachzudenken, leide ich mit ihnen“, sagt Pfarrer Gustave.

Für die Menschen im Südosten der Demokratischen Republik Kongo ist Pfarrer Gustave ein Missionar der Hoffnung. Über diese Missionare der Hoffnung hat Papst Franziskus einmal gesagt: „Jesus will Zeugen: Menschen, die mit ihrer Art anzunehmen, zu lächeln, zu lieben Hoffnung verbreiten. Vor allem zu lieben, denn die Kraft der Auferstehung macht die Christen auch dann fähig zu lieben, wenn die Liebe ihre Gründe verloren zu haben scheint.“ Und der Papst gebraucht ein schönes Bild, um die Kraft zu beschreiben, die Christen immer neu lieben lässt: „Wir sind Menschen mit einem Stück Himmel mehr über unseren Köpfen, begleitet von einer Gegenwart, die jemand nicht einmal zu erfassen vermag.“ Wenn Pfarrer Gustave mit dem Motorrad durch das trockene Land fährt, dann hat er nicht nur die Sonne Afrikas über sich, sondern auch ein Stück Himmel mehr über dem Kopf. Er wird zu einem Menschen, wie ihn Franz von Assisi beschreibt: „Ein Mensch mit gütigem, hoffendem Herzen fliegt, läuft und freut sich; er ist frei. Weil er geben kann, empfängt er. Weil er hofft, liebt er.“ Werden auch wir zu solchen Menschen, die wie Pfarrer Gustave für andere das Mitgehen Gottes erfahrbar machen! Gehen wir wie die drei Könige aus dem Stall in Betlehem zurück in unseren Alltag, mit dem liebevollen Blick Jesu im Rücken. Und mit einem Stück Himmel mehr über unserem Kopf.

© Hartmut Schwarzbach / missio

Aufruf zur Kollekte

Kollekte
© Ernst Rose / pixelio.de

Am heutigen Afrikatag bitten die deutschen Bischöfe und das Internationale Katholische Missionswerk missio um unsere Hilfe für die Arbeit der Kirche in Afrika. Die Kollekte ermöglicht es, einheimische Priester und Ordensfrauen für die Seelsorge und Sozialarbeit in den bedürftigsten Ländern des Kontinents auszubilden.

Ich bitte Sie für diese dringenden Aufgaben um Ihre großzügige Gabe.

Mehr zur Kollekte erfahren Sie hier.

Christusrufe (Kyrie)

P: Jesus Christus, du bist gekommen, damit die Menschen das Leben haben.
Herr, erbarme dich.

A: Herr, erbarme dich.

P: Du rufst uns, Zeuginnen und Zeugen deiner Liebe zu sein.
Christus, erbarme dich.

A: Christus, erbarme dich.

P: Du leuchtest uns als Licht auch in dunklen Zeiten unseres Lebens.
Herr, erbarme dich.

A: Herr, erbarme dich.

Bildmeditation

Bildmeditation „Kreuzüberwinder“
Bildmeditation „Kreuzüberwinder“© Jörgen Habedank / missio

Der Text kann im Wechsel mit dem Liedruf „Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt“ (GL 323) vorgetragen werden.

Bildmeditation als JPG-Datei.

  • Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
    hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
    Dir singt mein Herz
    und will nicht verstummen.
    Dir will ich singen in Ewigkeit.

Im Dunkel der Nacht,
am untersten Rande der wichtigen Welt
– übersehen und abgeschoben –,
bricht Neues auf,
drängt Leben ans Licht,
kommen Farben in Bewegung –
schenkt Gott den Menschen Hoffnung.

  • Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
    hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
    Dir singt mein Herz
    und will nicht verstummen.
    Dir will ich singen in Ewigkeit.

Im Dunkel der Nacht,
am Rande der enttäuschten Hoffnung
– aufgegeben und verzweifelt –,
verwandelt sich das Kreuz,
bewegt sich das erstarrte Leben,
tanzen die Farben gen Himmel –
schenkt Gott den Menschen Leben.

  • Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
    hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
    Dir singt mein Herz
    und will nicht verstummen.
    Dir will ich singen in Ewigkeit.

„Ein Mensch mit gütigem, hoffendem Herzen
fliegt, läuft und freut sich;
er ist frei.
Weil er geben kann,
empfängt er.
Weil er hofft,
liebt er.“

(Franz von Assisi)

  • Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
    hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.
    Dir singt mein Herz
    und will nicht verstummen.
    Dir will ich singen in Ewigkeit.
© Hartmut Schwarzbach / missio

Fürbitten

Guter Gott, du hast dich den Menschen zugewandt, damit sie das Leben haben. In diesem Vertrauen beten wir voll Hoffnung für die Welt:

Für die Frauen und Männer, die sich in der Kirche dafür einsetzen, dass in Gemeinden und Gemeinschaften Leben gelingt: Schenke ihnen ein waches und aufmerksames Herz.

Kurze Gebetsstille
V: Lebendiger Gott!
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
oder GL 312,2: Sende aus deinen Geist

Für die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, die daran arbeiten, Konflikte und Auseinandersetzungen friedlich zu überwinden: Gib ihnen Kraft und Geduld.

Kurze Gebetsstille
V: Lebendiger Gott!
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
oder GL 312,2: Sende aus deinen Geist

Für unsere Schwestern und Brüder im Kongo, deren Leben von andauerndem Krieg, von Gewalt und Hoffnungslosigkeit gezeichnet ist: Hilf ihnen und beschütze sie.

Kurze Gebetsstille
V: Lebendiger Gott!
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
oder GL 312,2: Sende aus deinen Geist

Für die Menschen, die als Missionare der Hoffnung in ihrem Leben Zeugnis geben von deiner Liebe: Lass sie deine Nähe erfahren.

Kurze Gebetsstille
V: Lebendiger Gott!
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
oder GL 312,2: Sende aus deinen Geist

Für die Verstorbenen und alle, die um sie trauern: Lass sie in deiner Liebe geborgen sein.

Kurze Gebetsstille
V: Lebendiger Gott!
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
oder GL 312,2: Sende aus deinen Geist

Guter Gott, du bist unsere Hoffnung, unsere Kraft und Stärke. Wir loben dich und danken dir, heute und morgen und bis in deine Ewigkeit. Amen.

Gebet nach der Kommunion

© Hartmut Schwarzbach / missio

Gott, hilf uns, wachsam zu sein,
denn wir wissen nicht,
wann du kommen wirst.

Lass uns aufmerksam sein für
das Geräusch deiner Schritte,
damit wir nicht oberflächlich werden.

Lehre uns, nach deinen Geboten zu leben.

Habe deine Kirche im Blick,
damit sie dein Evangelium verkündet
und zu einer Kirche wird,
die sich immer wieder verändert
inmitten einer Welt im Aufruhr,
die in unterschiedlichste Richtungen
getrieben wird.

Wir danken dir, Gott.

(aus der Demokratischen Republik Kongo)

Sie finden diese Bausteine für den Gottesdienst auch in unserer gleichnamigen Arbeitshilfe. Ebenso bieten wir Ihnen das Plakat kostenlos zum Download an.

Bausteine für den Gottesdienst (PDF, 2.65 MB)
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