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Ein Lebenszeichen für bedrängte Christen

missio trifft Tochter von Asia Bibi

Eishan will Rechtsanwältin für Opfer des Missbrauchs der Blasphemiegesetze in Pakistan werden: missio sprach mit ihr am 25. April in Deutschland. Ihre Mutter Asia Bibi wurde 2010 wegen angeblicher Verunglimpfung des Propheten Mohammed zum Tode verurteilt. Sie wartet in Pakistan auf ihre Berufungsverhandlung in letzter Instanz vor dem Obersten Gerichtshof. Die 14-jährige Tochter bittet um die Unterstützung der Christen in Deutschland.

Die 14-jährige Eishan (Mitte) ist die jüngste Tochter von Asia Bibi. Hier ist sie mit dem roten Sitzkissen der missio-Kampagne „Aktion Lebenszeichen – Solidarität mit bedrängten Christen“ zu sehen. Mit dem Sitzkissen kann in Gottesdiensten symbolisch ein Platz für Asia Bibi mitten in der Gemeinde freigehalten werden. Das Bild entstand am Rande der Landessynode der evangelischen Kirche Kurhessen Waldeck in Morschen.
Die 14-jährige Eishan (Mitte) ist die jüngste Tochter von Asia Bibi: Hier mit dem roten Sitzkissen der missio-Kampagne "Aktion Lebenszeichen".© Küster / medioTV

29. April 2015

missio unterstützt Asia Bibi mit der Kampagne "Aktion Lebenszeichen - Solidarität mit bedrängten Christen" und der missio-Petition "Freiheit für Asia Bibi". Christoph Strässer, Bundesbeauftragter für Menschenrechte, hat Mitte März im pakistanischen Lahore 18.425 Unterschriften dieser Petition an die Provinzregierung im Punjab übergeben.

Eishan ist derzeit mit ihrem Vater und Asia Bibis Ehemann Asiq Masih in Spanien, Italien und Deutschland unterwegs. Sie wurden unter anderen auch schon von Papst Franziskus empfangen. missio sprach mit Eishan und ihren Begleitern am Rande der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck. Danach können Eishan und ihre Familie Asia Bibi einmal im Monat im etwa sieben Autostunden von Lahore entfernten Gefängnis in Multan für 25 Minuten besuchen. "Ich vermisse meine Mutter, ihre Liebe, ich vermisse einfach ein normales Familienleben", erzählt Eishan. Sie besucht die Schule, lebt mit ihrer Familie jedoch weitgehend abgeschirmt von der Öffentlichkeit.

"Ich möchte mich bei allen Unterstützern von missio, die für meine Mutter beten und sich für sie einsetzen, bedanken, wir brauchen dieses Gebet", sagt sie. missio versicherte Eishan, dass das Hilfswerk sich weiter für ihre Mutter einsetzen wird. Asia Bibi wartet derzeit auf einen Termin des Obersten Gerichtshofes für ihre Berufung. Nach Angaben aus dem Umfeld der Familie ist die Zulassung dieser Berufung bisher am 30. Dezember 2014 und zuletzt am 4. Februar 2015 abgelehnt worden. Ein neuer Termin für die Verhandlung sei noch nicht in Sicht. Sollte Asia Bibis Berufung verhandelt und dann abgewiesen werden, kann sie allein noch durch den Präsidenten von Pakistan begnadigt werden.

Situation verschärft, da Pakistan das Moratorium der Todesstrafe ausgesetzt hat

Verschärft hat sich die Situation, weil Pakistan zwar seit acht Jahren die Vollstreckung von Todesstrafen ausgesetzt hat, diese Praxis in diesem Jahr nach dem Anschlag auf zwei Schulen aufgegeben wurde. Jetzt werden wieder zum Tod verurteilte Menschen hingerichtet. So ist Asia Bibi auch nicht mehr durch das bisherige Moratorium der Todesstrafe in Pakistan geschützt.

Menschenrechtsbeauftragter Strässer überreicht in Pakistan missio-Petition

Am 2. Dezember vergangenen Jahres hatte missio-Präsident Prälat Klaus Krämer 18.425 Unterschriften der missio-Petition "Reißen Sie Mauern ein: Freiheit für Asia Bibi" in Berlin an Christoph Strässer, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte, überreicht. Strässer besuchte nun vom 8. bis 11. März 2015 Pakistan und stellte dabei Khalil Tahir Sindhu, Minister für Menschenrechte und Minderheiten der Provinzregierung des Punjab, die missio-Petition vor. Er überreichte ihm dabei alle 18.425 Unterschriften der Petition. Asia Bibis Wohnort liegt in dieser pakistanischen Provinz.

Strässer bekräftigte auch die Forderung aller Unterstützer der missio-Petition, dass die Blasphemiegesetze nicht mehr weiter wie im Fall von Asia Bibi zu manipulierten Anklagen missbraucht werden dürfen. Zudem forderte Strässer die Regierung in Pakistan auf, keine weiteren Todesurteile mehr zu vollstrecken. Der Botschafter Pakistans wurde deswegen auch ins Auswärtige Amt in Berlin einbestellt. Strässer sprach bei seinem Besuch in Islamabad und Lahore auch Themen der Religions- und Meinungsfreiheit sowie des Schutzes von Minderheiten an. missio wird weiter mit Christoph Strässer und anderen Politikern zusammenarbeiten, um die Lage der Religionsfreiheit in Pakistan zu verbessern und sich für Asia Bibi einzusetzen.

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