Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Werner Meyer zum Farwig ,
stv. Leiter der Abteilung Bildung

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-289
Kontaktformular:
zum Kontaktformular

Ihre Ansprechpartnerin

Hilde Wilhelm ,
Abteilung Bildung; Koordination Gästeeinsatz

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-263
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

arrow Frieden und Versöhnung sind keine himmlischen Dinge, die uns von Engeln gebracht werden müssen. arrow

Bischof Franklyn Nubuasah, Francistown/Botsuana © M. Vogt, missio

Drei Wochen tagte die Afrika-Synode in Rom, die unter dem Thema „Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden in Afrika“ stand. Fast 250 Teilnehmer, darunter 197 afrikanische Bischöfe, berieten über die Zukunft des Kontinents. Bischof Frank Nubuasah, Apostolischer Vikar von Francistown, Botsuana berichtet davon, welche Themen für ihn besonders wichtig waren und darüber, was Europäer von den Ergebnissen der Synode lernen können.

Was waren Ihre Erwartungen an die Afrika-Synode und haben sie sich erfüllt?

Ich habe mich darauf gefreut, die Führung der afrikanischen Kirche zu treffen, um Themen zu diskutieren, die für die Kirche des Kontinents wichtig sind. Das Thema der Synode war sehr berührend und eine Herausforderung. Wir haben frei und offen über die Situationen in unseren Ländern diskutiert und wir alle wünschen uns, dafür zu arbeiten, die Lage in unseren Ländern zu verbessern. Meine Hoffnungen auf Frieden in Afrika sind gestärkt worden und ich hoffe, es wird etwas Gutes aus der Synode hervorgehen.

Was sind Ihrer Meinung nach die Schlüsselbotschaften, die von der Synode ausgehen?

Die Soziallehre der Kirche ist ein gutes Fundament für die Arbeit für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung, wofür die Kirche in Afrika arbeiten möchte. Um das Salz und Licht Afrikas zu sein, müssen wir diese kirchlichen Lehren in die Gesellschaft einbringen. Die Schlüsselbotschaft für mich lautet: „Steh’ auf, nimm dein Bett und geh!“ Lasst die katholischen Hauptamtlichen ihren legitimen Platz in der Gesellschaft einnehmen, der ihren Überzeugungen über die Lehre der Kirche entspringt.

Glauben Sie, dass der Meinungsaustausch und die Diskussionen auf der Synode Einfluss auf das Leben einfacher afrikanischer Menschen haben wird? Und wenn ja, welchen?

Einer unserer Vorschläge an den Heiligen Vater ist, dass wir nach Hause fahren und von den Erkenntnissen der Synode berichten. Die Menschen sollten wissen, dass es eine Synode gab und was die Früchte der Synode sind: ein starker Wunsch für die Versöhnung zwischen den Menschen zu arbeiten, auch in der Kirche.

Bischof Franklyn Nubuasah, Francistown/Botsuana © M. Vogt, missio

Welche in der Synode diskutierten Themen haben besondere Relevanz für ihr Heimatland Botsuana? Was wird es sein, was sie den Menschen dort berichten werden?

Die Rolle der Frauen ist in der Synode der Bischöfe besonders hervorgehoben worden. In Botsuana haben Frauen eine sehr wichtige Funktion innerhalb der Kirche. Sie arbeiten als ehrenamtliche Katechistinnen, als Kommunionhelferinnen und führen Beerdigungen durch und nehmen besondere Aufgaben bei der Messfeier wahr. Unsere Herausforderung besteht jetzt darin, ihnen die Soziallehre der Kirche nahezubringen, damit sie Veränderung in unserer Gesellschaft herbeiführen können. Die Synode sollte unsere Menschen anregen und sie zum Handeln animieren. Frieden und Versöhnung sind keine himmlischen Dinge, die uns von Engeln gebracht werden müssen. Wir können für Gerechtigkeit arbeiten und dadurch Frieden und Versöhnung zu unseren Menschen bringen.

Können wir Europäer etwas vom Meinungsaustausch und den Ergebnissen der Synode lernen?

Europäische Katholiken können davon lernen und in der Tat haben die Väter der Synode um Ihre Unterstützung gebeten, wenn es darum geht, Regierungen und multinationale Konzerne aufzufordern, sich für Gerechtigkeit einzusetzen und transparent in ihren Arbeitsfeldern zu sein. Die Offenheit, in der die Diskussion stattfand, war eine weitere gute Erfahrung: Wir kamen zusammen, um einen gemeinsamen Weg voran zu finden. Die alte Kirche in Europa kann von der jungen Kirche in Afrika lernen, das Leben zu feiern, indem das Leben mit all seinen Aspekten gefördert wird.

Bischof Franklyn Nubuasah (60) ist der Apostolische Vikar von Francistown, der zweitgrößten Stadt in Botsuana.

Nachfolgend noch ein Statement in englischer Sprache von Bischof Nubuasah zur Zweiten Afrikasynode.

© 2009-2017 missio Aachen