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Inhalt

In der Woche vom 12. bis zum 17. Oktober 2009 strahlte der WDR in der Reihe „Kirche im WDR“ Morgenandachten von Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen, aus. Anlässlich der diesjährigen missio-Kampagne im Monat der Weltmission „Selig, die Frieden stiften“ sprach Prälat Krämer über das Friedensengagement der katholischen Kirche in Nigeria.

Freitag, 16. Oktober 2009:

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Das Good Shepherd-Seminar in Kaduna

Erzbischof Matthew von Kaduna erläutert Erzbischof Zollitsch seine Idee des neugebauten Priesterseminars. © Harald Opitz, KNA-Bild

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Nach der Begegnung mit den Katechisten führte uns Erzbischof Matthew auf ein großes, freies Gelände vor den Toren seiner Bischofsstadt Kaduna. Unser Blick fiel zunächst auf einige Ziegen und Rinder, die auf den kargen Grasflächen weideten, wie sie für die nordnigerianische Hochebene typisch sind. Dazwischen einige provisorische Gebäude und eine Bauruine, von der noch zu prüfen sein wird, ob sie überhaupt fertiggebaut werden kann oder doch abgerissen werden muss. Das Gelände, auf das uns der Erzbischof geführt hat, ist das „Good Shepherd“ Seminar, das Seminar zum „Guten Hirten“, in dem künftige Priester für die Region im Norden Nigerias ausgebildet werden sollen. Es ist das jüngste, das kleinste und in seinem Zustand wohl auch bescheidendste Priesterseminar des Landes.

Und doch wäre eine angemessene Ausbildungsstätte für künftige Priester gerade hier im Norden des Landes besonders wichtig – in einer Region, in der die Kirche wächst wie in keinem anderen Teil des Landes. Gerade hier ist die Ausbildung einheimischer Priester dringend notwendig, die Ausbildung von jungen Männern, die aus der Region stammen, die die Kultur und die Mentalität der Menschen kennen und das Evangelium in ihre Lebenswelt hinein übersetzen können. Dazu braucht es eine gute theologische Ausbildung, eine spirituelle Formung, die sie wirklich zu „guten Hirten“ macht für die Menschen im Norden Nigerias. Missio wird Erzbischof Matthew bei diesem anspruchsvollen Projekt unterstützen, das haben wir ihm gemeinsam mit Erzbischof Zollitsch nach der Besichtigung des Geländes und ausführlichen Beratungen zugesagt. Gerade im Priesterjahr, das Papst Benedikt im Gedenken an den 150. Todestag des Pfarrers von Ars ausgerufen hat, ist dies ein wichtiges Zeichen!

Neben der Ausbildung von Katechisten gehört die Unterstützung der Priesterausbildung zu den besonderen Schwerpunkten der Arbeit Missios in Afrika. Die Reise hat mir nochmals eindrucksvoll vor Augen geführt, wie wichtig es ist, nicht nur in Bauwerke und Strukturen, sondern vor allem in Menschen zu investieren. Gut ausgebildete und hoch motivierte Männer und Frauen werden selbst zu Akteuren für eine bessere Welt: Priester und Katechisten, Ordensfrauen und engagierte Laien – sie alle übernehmen an ganz verschiedenen Stellen Verantwortung für das Leben in Kirche und Gesellschaft. Sie sind die eigentlichen Garanten für eine bessere Zukunft: Sie kennen die Menschen, sie leben und arbeiten mit ihnen und sie sind auch dann noch da, wenn sich alle anderen zurückgezogen haben.

[Ende Kurzfassung]

Ihr Leitbild ist wirklich der gute Hirte, wie er im Johannesevangelium beschrieben wird: Der gute Hirt kennt die Seinen, er lässt sie in der Stunde der Bedrohung nicht im Stich und bewahrt sie vor Räubern und Dieben. Weil der gute Hirt jeden Einzelnen kennt und beim Namen ruft, führt er die Seinen hinaus in die Weite, dorthin, wo sie neue Lebensperspektiven finden.

Nigeria hat reichlich Erfahrung mit schlechten Hirten, denen es nur um den eigenen Vorteil geht und denen das Schicksal der Menschen im letzten gleichgültig ist. Da sind gute Hirten ein Zeichen dafür, dass es doch noch Hoffnung gibt für die Zukunft des Landes und der Menschen, die in ihm leben.

Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident in Aachen
Freitag, 16. Oktober 2009

Die heutige WDR-Morgenandacht zum Anhören (MP3, 1.21 MB)
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Alle Morgenandachten in einer Datei (PDF, 0.38 MB)
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