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In der Woche vom 12. bis zum 17. Oktober 2009 strahlte der WDR in der Reihe „Kirche im WDR“ Morgenandachten von Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen, aus. Anlässlich der diesjährigen missio-Kampagne im Monat der Weltmission „Selig, die Frieden stiften“ sprach Prälat Krämer über das Friedensengagement der katholischen Kirche in Nigeria.

Montag, 12. Oktober 2009:

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Wege und Umwege im Urwald

Der Bus von Erzbischof Zollitsch steckt im nigerianischen Regenwald fest. © Harald Opitz, KNA-Bild

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Ich denke zurück an eine Szene, die ich vor wenigen Wochen im tropischen Regenwald im Osten Nigerias erlebt habe.

Wir fuhren mit einem Kleinbus durch den Wald, vorbei an kleinen Dörfern, mit vielen wellblechbedeckten Hütten, mit Kirchen, Moscheen und Schulen. Plötzlich ist eine wichtige Brücke gesperrt. Das bedeutet Umwege, immer tiefer hinein in den Urwald bis unsere Begleiter schließlich die Orientierung verlieren. Und damit nicht genug: nach und nach beginnt sich die Straße unter uns aufzulösen. Zwei LKW sind bereits liegengeblieben und versperren die Weiterfahrt. Beim Versuch auszuweichen, gräbt sich schließlich auch unser Bus so tief in den Schlamm ein, dass an ein Weiterkommen nicht mehr zu denken ist: Steckengeblieben – mitten im Urwald!

Die Rede ist von einer Reise, die der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch Anfang September gemeinsam mit Mitarbeitern der Bischofskonferenz und den Leitern der Hilfswerke missio und Misereor unternommen hat. Als neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz will sich Erzbischof Zollitsch einen Eindruck verschaffen von der Situation der Kirche in Afrika und der Arbeit der Hilfswerke auf diesem Kontinent. Die Wahl fiel nicht zuletzt deshalb auf Nigeria, weil Nigeria das Beispielland für die diesjährige Aktion zum Sonntag der Weltmission ist, der am letzten Oktobersonntag in allen katholischen Kirchen unseres Landes begangen wird.

Die Fahrt durch den Urwald ist ein treffendes Bild für die Lebenswirklichkeit dieses bevölkerungsreichsten Landes des afrikanischen Kontinents. Auf der einen Seite ist Nigeria aufgrund seiner Ölvorkommen eines der reichsten Länder Afrikas. Auf der anderen Seite gehört es zu den zwanzig ärmsten Ländern der Welt, weil dieser Reichtum sehr ungerecht verteilt ist und nur wenigen zugute kommt. „Nigeria ist ein reiches Land, in dem viele Arme leben“, so hat das John Onaiyekan, der Erzbischof der nigerianischen Hauptstadt Abuja, treffend ausgedrückt. Eines der bedrängendsten Probleme, das mit dem Reichtum unmittelbar zusammenhängt, ist das allgegenwärtige Übel der Korruption. Hinzu kommen die Konflikte, die immer wieder zwischen den über 400 Volksgruppen aufflammen, die in dem „Vielvölkerstaat“ Nigeria leben. Ganz zu schweigen von den gesundheitlichen Problemen, die durch HIV/Aids oder Malaria verursacht werden. Die Situation der nigerianischen Gesellschaft scheint in der Tat verfahren, der Wagen steckt tief im Schlamm, ob hier wieder etwas in Bewegung kommt, scheint ungewiss!

Das alles ist eine ganz große Herausforderung für die Kirche in Nigeria. Alle Gespräche und Hilfen haben nur ein Ziel: eine Entwicklung auf den Weg zu bringen, die durch mehr Gerechtigkeit, Friede und Versöhnung geprägt ist.

Ich möchte Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, einladen, in dieser Woche mit mir den Blick auf Afrika zu richten. Auf die Probleme, die diesen Kontinent bestimmen, aber auch auf die Hoffnungszeichen, die manchmal verborgen, aber doch wirksam sind.

[Ende Kurzfassung]

Wir haben es am eigenen Leib erlebt: Der Karren im tropischen Regenwald von Nigeria steckte tief im Schlamm – aber kaum waren wir stecken geblieben, da kamen auch schon die ersten Dorfbewohner herbei. Und mit vereinten Kräften, unter dem Einsatz von Macheten und mit Hilfe von Baumstämmen gelang es schließlich, den Wagen wieder aus dem Schlamm zu befreien und für die Weiterfahrt flott zu machen. Vielleicht ist auch das ein Bild für Afrika, für die Hoffnungspotentiale, die es zu wecken gilt, damit am Ende die Erfahrung möglich wird, die in den Psalmen des Alten Testaments vor über 2000 Jahren beschrieben wurde:

„Der Herr führt mich hinaus ins Weite – er macht meine Finsternis hell!“
(Ps 18,20.29)

Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident in Aachen
Montag, 12. Oktober 2009

Die heutige WDR-Morgenandacht zum Anhören (MP3, 1.33 MB)
Icon: MP3
Alle Morgenandachten in einer Datei (PDF, 0.38 MB)
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