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Inhalt

"In Indien lauern weit größere Gefahren als Armut"

"Sobald Menschen aufgrund ihrer Religion, ihrer Kultur, ihrer Sprache marginalisiert oder an den Pranger gestellt werden, wird Indien fragmentiert werden"

Ihr Kampf gegen die politischen Zustände bringt Sie auch in Lebensgefahr.

(lacht) Ich nenne das Berufsrisiko. Wenn man für Gerechtigkeit kämpft und die Mächtigen und die Regierung attackiert – das mögen sie nicht. Sie tun ihr Bestes, um mich zu eliminieren, sie tun ihr bestes … ja, es ist schon alles passiert.

Man hat mehrfach versucht, Sie zu töten.

Ja, es ist schon so ziemlich alles versucht worden. Ich habe eine Anfrage vom höchsten Gericht, ob ich keine Bodyguards haben will – ich habe abgelehnt. Es wird schon gut gehen.

Verzeihen Sie die Frage – ist es das wert?

Ich denke ja, es ist die Sache wert. Ich wäre nicht hier, ich hätte nicht so viele tolle Menschen getroffen. Wenn wir den Fall ans Licht bringen, wenn wir die Wahrheit ans Licht bringen, dann schaffen wir öffentliches Bewusstsein.

Was kann man mit öffentlichem Bewusstsein erreichen?

Wir können eine Massenbewegung schaffen. Denken Sie an den Irakkrieg. Hunderttausende Menschen gingen auf die Straße und sagten nein zum Krieg. Das war eine Massenbewegung. Hat der Krieg deswegen aufgehört? Nein. Aber nichts machte den Irrsinn des Krieges deutlicher als die Menschen auf der Straße. Wenn wir eine große Bewegung initiieren, dann müssen wir Brücken bauen und Möglichkeiten schaffen, damit rechtschaffene Menschen die Wahrheit sagen können.

Welche Gefahr sehen Sie bei einem Scheitern der Bemühungen?

Sobald Menschen aufgrund ihrer Religion, ihrer Kultur, ihrer Sprache marginalisiert oder an den Pranger gestellt werden, wird Indien zerbrechen, fragmentiert werden. Und Indien hat einen gewaltigen geopolitischen Einfluss auf die Welt. Welches Interesse könnte die Welt an einem destabilisierten Indien haben?

Was können wir in Deutschland tun, um Sie zu unterstützen?

Wenn es ein Land in der Welt gibt, das das Elend kennt, das von rechtsradikalem Faschismus und Fundamentalismus ausgeht, dann Deutschland. Und Deutschland ist ein Land, das gesagt hat: nie wieder. Deutschland hat eine spezielle Rolle in der EU und kann eine Führungsposition übernehmen, wenn es gilt, die Gefahr für Indien zu thematisieren. Das Größte und Beste, was Indien zu bieten hat, ist seine Vielfalt. Indien kann niemals ein Staat mit einer einzigen Kultur sein. Mit einer Religion. Mit einer Dimension. Deutschland kann Indien helfen, seine Vielfalt nicht aufs Spiel zu setzen.

Sie besuchen nun das politische Berlin. Haben Sie ein ganz spezielles Anliegen im Gepäck?

Man muss moralischen Druck erzeugen, nicht nur ökonomischen. Deutschland ist gezwungen, Minoritäten zu schützen. Die Situation Indiens muss bekannt gemacht werden. Der Fall muss in die Medien. Es gibt nicht nur den islamistischen Terror. Es gibt auch den Terror, den die Hindu-Fundamantalisten erzeugen. Das muss man ernst nehmen. Sobald der eine Terror wächst, wächst auch der andere. Sie sehen: In Indien gibt es größere Gefahren als Armut und Hunger.

"Man muss moralischen Druck erzeugen, nicht nur ökonomischen"
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