Sie haben Javascript deaktiviert. Möglicherweise stehen Ihnen dadurch einige Features nicht zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie Javascript.

Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Werner Meyer zum Farwig ,
stv. Leiter der Abteilung Bildung

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-289
Kontaktformular:
zum Kontaktformular

Ihre Ansprechpartnerin

Hilde Wilhelm ,
Abteilung Bildung; Koordination Gästeeinsatz

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-263
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Bischof Gerald John Mathias

Gast im Monat der Weltmission 2010

14.–21.10.2010: Spendertreffen in Bayern
21.–24.10.2010: Zentrale Abschlussfeier in Regensburg

Eine neue Gesellschaft gründen

Bischof Gerald John Mathias © privat

Das Leben in Uttar Pradesh ist geprägt von Überbevölkerung, Armut und Unterentwicklung. Die Diözese Lucknow, der Bischof Gerald John Mathias seit 2008 vorsteht, ist besonders betroffen: Nur 59 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen können hier lesen und schreiben.

Die traditionelle Bevorzugung von Jungen spiegelt sich dramatisch im Geschlechterverhältnis wider. Auf 1.000 Männer in der Bevölkerung kommen in Uttar Pradesh nur 898 Frauen. Ein Zeichen, dass die in ganz Indien übliche Abtreibung weiblicher Föten und Vernachlässigung von Mädchen mit tödlichen Folgen hier besonders verbreitet ist. Das hierarchische Kastenwesen ist in dem Bundesstaat noch völlig intakt. Angehörige niedriger Kasten werden häufig diskriminiert und ausgegrenzt.

Schwierige Mission

„Die Entwicklungsprogramme der Regierung kommen bei den Leuten hier nicht an“, sagt Bischof Gerald. Er hat sich der schwierigen Mission verschrieben, nicht nur Seelsorger für die kleine christliche Minderheit zu sein. Sein Ziel ist es, „eine neue Gesellschaft zu schaffen, die auf den Werten des Evangeliums gründet: Liebe, Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit“. Keine leichte Aufgabe – auch angesichts des Misstrauens, das manche radikale Hindu-Fundamentalisten den Christen hier entgegenbringen.

Schwerpunkt der kirchlichen Arbeit in der Diözese sind daher Bildung und menschliche Entwicklung über Religionsgrenzen hinweg. In den kirchlichen Schulen werden selbstverständlich auch junge Hindus und Muslime unterrichtet. Eine Gehörlosenschule gibt behinderten Kindern, die ansonsten in der Gesellschaft als wertlos gelten, die Möglichkeit zum Schulbesuch.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Mutter Teresa präsentierte missio im Monat der Weltmission 2010 das Engagement indischer Ordensschwestern. Wie Mutter Teresa engagieren sich heute viele Ordensfrauen für diejenigen, die in Indien ausgebeutet, diskriminiert und ausgegrenzt werden.

Frauen und Mädchen stärken

Mädchen- und Frauenbildung spielen aus Sicht des Bischofs eine Schlüsselrolle. Frauenselbsthilfegruppen, Bildungsprogramme und Gesundheitserziehung für Mädchen sowie eine Erziehung beider Geschlechter zur gegenseitigen Wertschätzung sind für ihn zentrale Anliegen.

„Das Haupthindernis für die Emanzipation der Frauen ist die Grundhaltung des Mannes, dass die Frau ihm gegenüber zweitrangig sei, und dass sie deshalb keine Entscheidungen in der Familie treffen dürfe, weder wirtschaftliche noch soziale“, sagt Bischof Mathias. Umgekehrt fehle den Frauen die Bildung und das Bewusstsein, um sich wehren zu können: „Frauen halten oft lieber den Mund und bewahren den Frieden, als den Männern zu missfallen.“ Das möchte Bischof Gerald ändern.

Barbara Göb

Download

Gästeflyer und Foto
Icon: PDF
Icon: JPG
© 2009-2017 missio Aachen