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Schwester Alphonsa Fatima

Gast im Monat der Weltmission 2010

18.-24.10.2010: Erzbistum Berlin

Anwältin der Armen

Sr. Alphonsa Fatima © privat

Schwester Alphonsa weiß, was es heißt, arm und unterdrückt zu sein. Sie hat das Elend in den Goldminen und Slums Indiens gesehen und zwölf Jahre unter den Dalits, den Ärmsten der Armen, gelebt.

„Dalits sind die Unberührbaren der Gesellschaft“, erklärt Schwester Alphonsa. „Sie verrichten die schmutzigsten Arbeiten, entsorgen Tierkadaver und reinigen die öffentlichen Toiletten. Die grundlegendsten Menschenrechte werden ihnen verweigert. Sie besitzen weder Land noch Wohnraum, viele arbeiten in Schuldknechtschaft.“

1992 entschieden sich Schwester Alphonsa und drei ihrer Mitschwestern, das harte Leben der Dalits zu teilen. Gemeinsam bewirtschafteten sie die Felder, teilten Freud und Leid der Menschen. Die Ordensfrauen organisierten Alphabetisierungskurse für Frauen und Jugendliche, verhalfen ihnen in Selbsthilfegruppen und Kleinkreditprogrammen zu mehr Unabhängigkeit. Dies war den Landbesitzern schon bald ein Dorn im Auge. Sie stifteten Unruhe in der Bevölkerung und versuchten, die Schwestern zu vertreiben. „Je mehr man uns plagte, umso stärker und mutiger wurden wir“, berichtet Schwester Alphonsa. „Schließlich schafften wir es, den Konflikt friedlich beizulegen.“

Anlässlich des 100. Geburtstages von Mutter Teresa präsentierte missio im Monat der Weltmission 2010 das Engagement indischer Ordensschwestern. Wie Mutter Teresa engagieren sich heute viele Ordensfrauen für diejenigen, die in Indien ausgebeutet, diskriminiert und ausgegrenzt werden.

Bevor die heute 59-jährige Rechtsanwältin aus dem südindischen Tamil Nadu 1982 in den Orden der „Franciscan Missionaries of Mary“ eintrat, arbeitete sie als Sozialarbeiterin in einer der größten Goldminen Indiens. Sie sah den Überlebenskampf der Menschen und beschloss, sich für die Rechte von Frauen und Kindern einzusetzen. Von 2005 bis 2007 war sie für „Franciscans International“ tätig, nahm an UN-Arbeitsgruppen zu moderner Sklaverei teil, prangerte Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit an.

Seitdem ist Schwester Alphonsa Präsidentin einer Nichtregierungsorganisation, die sich für Dalit-Frauen in den Slums und Textilfabriken der Stadt Coimbatore einsetzt. 20.000 Frauen sind dort bereits in über 1.500 Selbsthilfegruppen organisiert. Schwester Alphonsa kooperiert mit Organisationen, die sich für Themen wie HIV und Aids und den Umweltschutz engagieren. „Wir können viel von den Armen lernen – Menschlichkeit, Zufriedenheit und die Liebe zur Natur“, erklärt die Ordensfrau und bringt damit ihre Erfahrungen auf den Punkt.

Marion Weißkirchen

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