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Inhalt

Schwester Ann Moyalan

Gast im Monat der Weltmission 2010

02.–03.10.2010: Bundesweite Eröffnung in Essen
06.–12.10.2010: Erzbistum Freiburg
14.–21.10.2010: Erzbistum Bamberg
21.–24.10.2010: Zentrale Abschlussfeier in Regensburg

Alle Veranstaltungen mit Sr. Ann Moyalan fallen krankheitsbedingt leider aus!
Wir wünschen Sr. Ann alles Gute und baldige Genesung!

Mädchen und Frauen eine Stimme geben

Sr. Ann Moyalan © privat

„Als ich zehn Jahre alt war, nahm mich mein Vater mit in die Stadt, um mir zwei politische Führer zu zeigen“, erzählt Schwester Ann Moyalan. Es waren zwei Frauen: Indira Gandhi, die später Premierministerin Indiens werden sollte, und eine Richterin des Obersten Gerichtes in Kerala. „Mein Vater wollte mir zeigen, dass Frauen genauso gut sind wie jeder andere auch – und dass sie etwas in der Welt bewegen können.“

In der Schule erfuhr die junge Ann dann im Unterricht vom Leid der Menschen im ärmsten indischen Bundesstaat Bihar. Viele Menschen dort gehören zur Gruppe der Dalits, die aufgrund ihrer niederen Stellung im hierarchischen Kastensystem oft diskriminiert werden. Besonders die Frauen sind oft sexueller Gewalt ausgesetzt. Da fasste Ann den Entschluss, Missionsschwester zu werden. Sie trat dem Orden der „Sisters of Charity of Nazareth” bei und ging nach Bihar im Norden Indiens.

Seit 39 Jahren ist sie nun als Ordensfrau tätig. Die Förderung von Mädchen und Frauen hatte die ausgebildete Krankenschwester und Hebamme dabei stets im Blick. Sieben Jahre arbeitete sie mit indigenen Gruppen in Jharkhand, einem Nachbarstaat von Bihar. Schwerpunkt war hier die Hilfe für Frauen, die der Hexerei beschuldigt wurden. Mit intensiver Aufklärungsarbeit konnte Schwester Ann vielen dieser verfolgten Frauen das Leben retten.

Heute arbeitet die Ordensfrau mit muslimischen Frauen und Mädchen in der Janata Colony, einem der größten Slums Delhis. Gedrängt leben hier 100.000 Menschen auf engstem Raum zusammen, ohne funktionierende Kanalisation und nur mit begrenzten Möglichkeiten, sich ein Einkommen zu sichern. „Mädchen und Frauen sind hier vielen Beschränkungen ausgesetzt“, erklärt Schwester Ann. „Frauen dürfen nicht einfach ohne Erlaubnis aus dem Haus gehen. Mädchen sollen das Haus am besten gar nicht verlassen.“

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Anlässlich des 100. Geburtstages von Mutter Teresa präsentierte missio im Monat der Weltmission 2010 das Engagement indischer Ordensschwestern. Wie Mutter Teresa engagieren sich heute viele Ordensfrauen für diejenigen, die in Indien ausgebeutet, diskriminiert und ausgegrenzt werden.

Gezielt Kompetenzen fördern

Mit Alphabetisierungs- und Schneiderkursen für Mädchen, der Organisation von Jugend- und Frauengruppen und der gezielten Förderung sozialer Kompetenzen engagiert sich Schwester Ann hier seit 2003. „Heute haben die Frauen sehr viel mehr Selbstvertrauen. Frauen, die zuvor immer schwiegen, können heute ihre Meinung nicht nur formulieren, sondern auch andere Frauen führen.“ Mit ihrem Einsatz für die Mädchen und Frauen hat Schwester Ann sich viel Respekt erworben. Anfang des Jahres lud die UN sie zu einer Konferenz nach New York ein, um über das Engagement indischer Ordensschwestern zur Stärkung von Frauen zu berichten.

Bettina Tiburzy

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