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Schwester Nirmalini

Gast im Monat der Weltmission 2010

01.-03.10.2010: Bundesweite Eröffnung in Essen

Bildung für die Ärmsten

Sr. Nirmalini © Fritz Stark / missio

In einem Dorf nahe New Delhi leben die Menschen in bitterer Armut. Ohne eigenes Land, von der Regierung vergessen und ohne Schule haben sie wenig Chancen, dem Teufelskreis der Armut zu entkommen. Das wollte Schwester Nirmalini nicht hinnehmen. Die Ordensfrau und Direktorin einer Privatschule in New Delhi beschloss: Hier muss etwas passieren.

Als Schwester Nirmalini im April 2006 das Dorf Nuh zum ersten Mal besuchte, bot sich ihr ein Bild des Elends. Viele Menschen standen kurz vor dem Verhungern. Sie waren unterernährt und krank und völlig sich selbst überlassen. Die Kinder waren verwahrlost. Kein Kind ging zur Schule. „Mein erster Eindruck von dem Dorf verfolgt mich noch heute“, berichtet Schwester Nirmalini. „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass so eine Welt existiert.“

Denn in Delhi in einem Viertel, in dem sich die Diplomaten die Klinke in die Hand geben, leitet Schwester Nirmalini eine private Schule für Mädchen. 1800 Schülerinnen, in der Mehrheit Hindus, aber auch muslimische und christliche Schülerinnen lernen in der Carmel Convent Schule für ihren Abschluss. Viele ihrer Eltern kommen aus der Mittelschicht Indiens, sind Ingenieure, Anwälte oder Ärzte.

Heute, vier Jahre nach ihrem ersten Besuch im Dorf, ist Nuh eines der Sozialprojekte der Carmel Convent Schule. Eltern, Schüler und Lehrer haben sich bereit erklärt, die Dorfbewohner zu unterstützen. Sie sammeln Geld und Sachspenden, organisieren Lebensmittel und besuchen das Dorf regelmäßig. Schülereltern, die Ärzte sind, haben sich angeschlossen und errichten einmal im Monat eine Tagesklinik in Nuh.

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Anlässlich des 100. Geburtstages von Mutter Teresa präsentierte missio im Monat der Weltmission 2010 das Engagement indischer Ordensschwestern. Wie Mutter Teresa engagieren sich heute viele Ordensfrauen für diejenigen, die in Indien ausgebeutet, diskriminiert und ausgegrenzt werden.

Den Kindern von Nuh eine Chance geben

Schwester Nirmalini hat sich bei den Schulbehörden dafür eingesetzt, dass die Kinder aus Nuh die Schulgebühr nicht zahlen mussten. Zusammen mit Unterstützern hat sie Schuluniformen und Schulmaterial gekauft. Zurzeit besuchen 44 Kinder aus Nuh die Schule. Damit sie den Anschluss dort schaffen, hat die Carmel Convent Schule einheimische Lehrer aus dem Dorf ausgebildet, die den Kindern von Nuh jetzt helfen, den Anschluss in der Regierungsschule zu schaffen. Schwester Nirmalinis Schule zahlt ihre Gehälter.

Sie hofft sehr, den Kindern von Nuh helfen zu können. Schwester Nirmalini weiß, dass vor allem Bildung aus dem Teufelskreis der Armut herausführen kann. Und auch die Schülerinnen der Carmel Convent Schule sollen durch ihr Engagement für andere etwas lernen. „Unsere Schülerinnen sind so privilegiert, was ihre Ausbildung und Zukunftschancen angeht. Sie sollen verstehen, dass es anderswo eine andere Welt gibt, in der Kinder nicht dieselben Chancen haben wie sie“, erklärt die 44-Jährige. „Und dass sie etwas zur Ausbildung eines anderen Kindes beitragen können.“

Nach der Gewalt gegen Christen in Orissa im Jahr 2008 hat Schwester Nirmalini den Bundesstaat besucht und sich für Flüchtlinge im Kandhamal Distrikt engagiert. Sie ermöglichte Kindern ihre Schulbildung fortzusetzen und ihre Abschlüsse zu machen.

Bettina Tiburzy

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