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Mutter Teresa: Jesus durch uns strahlen lassen

WDR-Morgenandacht am Montag, 11. Oktober 2010

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

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Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident in Aachen © Montage: R. Simon / missio

’Wer ist das wichtigste Vorbild für die Menschen in Deutschland?’ Ich würde mit Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, eine Wette eingehen, dass diese Frage in einer Quiz-Show falsch beantwortet würde. Denn das wichtigste Vorbild - vor allem für die junge Generation - ist eine einfache Ordensfrau: Fast jeder vierte der 14- bis 29-jährigen bezeichnet Mutter Teresa, die Ordensfrau aus Kalkutta, als sein wichtigstes Vorbild. Quer durch alle Altersgruppen ist es sogar jeder dritte.

Zunächst ist das sicher überraschend: Eine Nonne als Vorbild der heutigen Jugend? Bei näherem Hinsehen wird es aber dann doch verständlicher: Was Mutter Teresa auszeichnete, war ihre Klarheit, ihre Überzeugung und ihre Radikalität. Sie hat nichts halb gemacht. Sie war beigeisternd und ansteckend. Ihr ist es gelungen, Menschen zu konkretem Mittun zu bewegen: von punktueller Freiwilligenarbeit bis hin zu einem lebenslangen Engagement in einem Orden.

Wer war diese Frau, die vor wenigen Wochen hundert Jahre alt geworden wäre? Mutter Teresa wurde am 26. August 1910 in Skopje, der heutigen Hauptstadt Mazedoniens, geboren. Die junge Agnes Gonxha Bjaxhiu war die Tochter albanischer Eltern. Mit 18 Jahren verlässt sie ihre Heimat und schließt sich in Dublin der irischen Gemeinschaft der Loreto-Schwestern an. Noch im gleichen Jahr reist sie nach Indien aus, wo sie in Darjeeling das Noviziat absolviert und den Ordensnamen Teresa annimmt. 1930 wird sie an eine Schule für höhere Töchter nach Kalkutta versetzt, wo sie 15 Jahre lang Geografie und Geschichte unterrichtet.

Mutter Teresa © Karl-Heinz Melters

Doch die junge Schwester Teresa spürte: Das konnte noch nicht alles sein, was Gott mit ihr vor hat. Denn was ihr jenseits der schützenden Schulmauern begegnete, ließ sie nicht mehr los: die Bettler, die ausgemergelten und kranken Menschen, die unerwünschten Kinder, die ausgesetzt oder schlicht auf dem Müll entsorgt wurden. In der Begegnung mit diesen Menschen entdeckte Teresa ihre Berufung, sich ganz und bedingungslos den Ärmsten der Armen zu widmen. Sie bat um die Erlaubnis, den Loreto-Orden verlassen zu dürfen. 1948 wurde ihr Wunsch erfüllt und sie begann die Arbeit, die sie für den Rest ihres Lebens ausfüllen sollte: Sie pflegte Kranke, sie begleitete Sterbende, sie kümmerte sich um die Ausgeschlossenen und die an den Rand Gedrängten. Schon bald gründete sie einen neuen Orden: die Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe. Immer mehr Frauen schließen sich der neuen Gemeinschaft an, die sich bald über Indien hinaus auf der ganzen Welt ausbreitete.

Mutter Teresa ist für viele Menschen unserer Zeit das glaubwürdigste und überzeugendste Vorbild tätiger Nächstenliebe. Die Kraft für ihr Wirken schöpfte sie aus dem Gebet, aus der tiefen Beziehung zu Jesus Christus, um die sie auch in den dunklen Stunden ihres Lebens gerungen hat. Aus dieser Kraftquelle schöpfen auch die fast 100.000 Ordensfrauen verschiedenster Gemeinschaften, die - wie Mutter Teresa - in der Realität Indiens leben und dort ihren Glauben bezeugen. In den kommenden Tagen will ich ihnen einige dieser starken Frauen vorstellen, die sich ein Beispiel an Mutter Teresa genommen haben: Frauen, die auf Einladung des katholischen Hilfswerkes missio in diesen Tagen nach Deutschland gekommen sind, um in unseren Diözesen und Pfarreien von ihrer Arbeit zu berichten - Frauen, die uns zeigen, wie das ganz konkret aussehen kann, das Licht der Liebe Gottes in der Begegnung mit den Ärmsten der Armen zum leuchten zu bringen.

’Lieber Jesus, strahle durch uns und sei so in uns, dass jeder Mensch, dem wir begegnen, deine Gegenwart in unseren Seelen spürt. Du bist es, der anderen durch uns leuchtet.’ Dieses Gebet des vor wenigen Wochen von Papst Benedikt seliggesprochenen englischen Theologen John Henry Newman war für Mutter Teresa besonders wichtig. Sie selbst berichtete, dass sie in tiefer Versenkung ins Gebet Jesus selbst zu ihr sprechen hörte: ’Komm, sei mein Licht!’ Das ist es, was Mutter Teresa unermüdlich angestrebt hat: Das Licht der Liebe Gottes, denen zu bringen, die auf der Schattenseite des Lebens im Dunkeln sind.

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