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Weltmissionssonntag: Geh und handle genauso

WDR-Morgenandacht am Samstag, 16. Oktober 2010

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

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Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident in Aachen © Montage: R. Simon / missio

„Geh und handle genauso!“ – Unter dieses Leitwort hat das katholische Hilfswerk missio den diesjährigen Sonntag der Weltmission gestellt. In einer Woche, am 24. Oktober, wird er in allen katholischen Pfarrgemeinden gefeiert.

Im Mittelpunkt steht das Engagement von Ordensfrauen in Indien. Fast hunderttausend gibt es von ihnen von auf dem indischen Subkontinent. Tagtäglich versuchen sie durch ihr Tun, die Liebe Gottes zu jedem einzelnen Menschen erfahrbar werden zu lassen. Nicht wenige haben mir immer wieder berichtet, dass Mutter Teresa, der „Engel von Kalkutta“ für sie ein wichtiges Vorbild war. Für viele gab sie den Anstoß, sich für ein Leben in einem Orden zu entscheiden. Begeistert hat sie viele durch ihr unermüdliches Engagement, durch ihre Direktheit, vor allem aber auch durch die Radikalität ihrer Hingabe. Sie hat gezeigt, dass es tatsächlich gelingen kann, eine innige Beziehung zu Gott zu leben und gleichzeitig mitten im Alltag einer oft unmenschlichen Realität zu stehen.

Aber wer hat die Kraft, die eine Mutter Teresa inmitten der Slums von Kalkutta aufgebracht hat? „Geh und handle genauso“, ist das nicht eine heillose Überforderung? Und was kann schon ein einzelner Mensch bewirken und verändern, angesichts des Übermaßes an Not und Elend? Bleibt da nicht alles, was wir je tun könnten, am Ende nicht doch der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein? Ein Wort von Mutter Teresa hat sich mir tief eingeprägt. Sie sagte immer wieder: „Wir sind uns bewusst, dass das, was wir tun, nur ein Tropfen im Ozean ist. Aber gäbe es diesen Tropfen nicht, würde er im Ozean fehlen.“

Mutter Teresa © Karl-Heinz Melters

Von Mutter Teresa wird die Begebenheit berichtet, dass einmal ein Journalist zu ihr kam und sie provozieren wollte: „Mutter Teresa, Sie sind jetzt schon 70 Jahre alt. Und wenn sie einmal sterben, dann wird die Welt doch genauso aussehen wie zuvor. Was hat dann ihre große Anstrengung überhaupt gebracht?“ Mutter Teresa antwortete: „Wissen Sie, ich habe nie versucht, die Welt zu verändern. Ich habe stets nur versucht, ein Tropfen Wasser im Ozean zu sein, in dem sich die Liebe Gottes widerspiegelt.“ Es entstand eine kurze Stille und Mutter Teresa fragte den Journalisten: „Warum versuchen Sie nicht auch ein Tropfen Wasser im Ozean zu sein? Dann wären wir schon zwei. Sind sie verheiratet?“ „Ja, Mutter Teresa.“ „Erzählen Sie auch ihrer Frau davon. Dann sind wir schon zu dritt. Und haben Sie Kinder?“ „Ich habe drei Kinder.“ „Dann“, so schloss Mutter Teresa, „sagen Sie es auch ihnen und wir sind schon sechs Tropfen.“

Ein Tropfen im Ozean – eine optimistische Perspektive mit Bodenhaftung: das macht Mutter Teresa sehr sympathisch und das macht auch den Dienst der vielen Ordensfrauen in Indien so sympathisch. Sie alle haben es verdient, von missio unterstützt zu werden und von vielen Menschen , die missio bei Projekten in Afrika und Asien auf vielfältige Weise mittragen und so Hilfe und Solidarität überhaupt erst möglich machen. Der Sonntag der Weltmission am 24. Oktober ist ein deutliches Zeichen dieser Solidarität der deutschen Katholiken mit ihren Brüdern und Schwestern in Afrika und Asien.

Ich habe Sie in der zurückliegenden Woche eingeladen einen Blick auf Mutter Teresa zu werfen, die vor wenigen Wochen hundert Jahre als geworden wäre. Was ist es, was diese kleine und gebeugte Frau im blaugestreiften indischen Sari für viele Menschen so faszinierend macht? Vielleicht erschließt sich das am deutlichsten durch ein Wort von Mutter Teresa selbst: „Schaut umher und seht! Seht eure Brüder und Schwestern, nicht nur in eurer eigenen Heimat! Es gibt überall Hungrige, die auf euch warten. Nackte, Heimatlose, alle schauen euch an. Zeigt ihnen nicht den Rücken, denn sie sind ja Christus selber!“ Ich denke Mutter Teresa gehört zu recht zu den großen Vorbildern unserer Zeit – eine kleine Frau, die Großes getan und uns noch viel zu sagen hat.

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