Sie haben Javascript deaktiviert. Möglicherweise stehen Ihnen dadurch einige Features nicht zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie Javascript.

Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Werner Meyer zum Farwig ,
stv. Leiter der Abteilung Bildung

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-289
Kontaktformular:
zum Kontaktformular

Ihre Ansprechpartnerin

Hilde Wilhelm ,
Abteilung Bildung; Koordination Gästeeinsatz

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-263
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Sr. Marie Thérèse Dienne

Gast im Monat der Weltmission 2011

05.-10.10.: Bereich missio München
13.-23.10.: Erzbistum Berlin

„Eine Frau zu fördern, ist wie einen Staat zu fördern”

Sr. Marie Thérèse Dienne © missio

Aus dem schattigen Kreuzgang tritt beinahe lautlos die Generaloberin der Schwesternkongregation Filles du St. Coeur de Marie, Mutter Marie Thérèse Diène. Ein bezauberndes Lächeln, ein fester Händedruck, aufrecht sitzt die Leiterin auf dem Holzstuhl und berichtet von ihrer Arbeit. Einer Arbeit, die sich dezidiert mit der Frau und ihre Rolle in der senegalesischen Gesellschaft auseinandersetzt. „Eine Frau zu fördern, ist wie einen Staat zu fördern“, sagt sie. „Mann und Frau übernehmen wichtige Rollen in der Gesellschaft.“ Die Frau jedoch trage das Leben in sich und gebe es weiter. Die Bindung einer Mutter zu ihrem Kind sei unvergleichlich – und diese Erfahrung machen nur Frauen.

„Eine senegalesische Frau würde lieber in bitterer Armut leben und Kinder haben, als reich zu sein und keine Mutter werden zu können.“ Daher seien junge Frauen häufig bereit, auf Bildung zu verzichten. Ein Schritt, der sich später bitter räche. Sei es durch Trennung oder den Tod des Partners – immer häufiger seien Frauen gezwungen, alleine für sich und ihre Kinder zu sorgen. „Eine Frau, die ein Kind im Leib trägt, ist bereit, alle erdenklichen Opfer zu bringen. Das Gefühl, Mutter zu werden, macht sie tragfähig.“ Nun gehe es darum, diese Tragfähigkeit mit Bildung zu unterfüttern.

Darauf basiert auch die jüngste Idee, ein Bauprojekt in Dakar. „Wir planen den Bau eines Gewerbecenters mit Bäckereien, Boutiquen und anderen Geschäften.“ Die Frauen lernten dort alles, um später eigene Waren verkaufen zu können. Das Projekt beinhalte auch eine Art Wohngemeinschaft. „So lernen die Frauen, sich gegenseitig zu helfen.“

Ein weiterer Baustein ist das Engagement für eine solide Schulbildung der Mädchen. Gerade auf dem Land habe ein Umdenken eingesetzt. Während die Eltern noch vor einer Generation wenig Einsicht in die Notwendigkeit gehabt hätten, Mädchen zur Schule zu schicken, seien heute mehr Mädchen als Jungs in den Klassenzimmern. „Es zeigt sich, dass die Familien Vorteile haben, die ihre Töchter auf die Schulen schicken. Denn es sind Mädchen, die ihren Brüdern und Neffen helfen – und auf Sicht betrachtet bewirkt genau das einen Wandel der Mentalitäten.“

Uli Ertle

Im Rahmen der Aktion zum "Monat der Weltmission 2011" rückte missio den Senegal in den Mittelpunkt des Interesses. Rund 20 Gäste waren in der Zeit zwischen dem 3. und 24. Oktober 2011 in ganz Deutschland unterwegs und haben über ihre Arbeit berichtet.

Downloads

Sr. Marie Thérèse Dienne (JPG, 2.32 MB)
Icon: JPG
© 2009-2017 missio Aachen