Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Werner Meyer zum Farwig ,
stv. Leiter der Abteilung Bildung

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-289
Kontaktformular:
zum Kontaktformular

Ihre Ansprechpartnerin

Hilde Wilhelm ,
Abteilung Bildung; Koordination Gästeeinsatz

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-263
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Einleitung: Monat der Weltmission

WDR-Morgenandacht am Montag, 10. Oktober 2011

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

Sie benötigen einen Flash-Player um diesen Film zu sehen.
Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident in Aachen © Montage: R. Simon / missio

Liebe Hörerinnen und Hörer,

„Macht euch auf und bringt Frucht“ – unter diesem Motto steht in diesem Jahr der Sonntag der Weltmission, der in allen katholischen Kirchen weltweit am 23. Oktober gefeiert wird. Mission was bedeutet das heute noch? Ist das nicht ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit – etwas, das schon lange überholt ist und mit unserem Leben nicht mehr viel zu tun hat? Ich will mit Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, in dieser Woche eine Antwort auf diese Frage suchen. Der Oktober als Monat der Weltmission ist für missio als Internationales Katholisches Missionswerk eine Zeit, in der wir den Blick auf das missionarische Wirken von engagierten Christen in aller Welt lenken – von Christen, die mitten im Leben stehen, die die oftmals schwierige Realität ihrer Lebenswelt als Herausforderung annehmen und diese Realität aus ihrem Glauben heraus verändern wollen – für sich und für andere.

Wir tun dies in jedem Jahr anhand eines Landes aus Afrika oder Asien. In diesem Jahr wollen wir sie einladen, ihren Blick auf den Senegal zu richten und wahrzunehmen, wie knapp 500 Priester und 1.000 Ordensschwestern gemeinsam mit einer großen Zahl von Katechisten und engagierten Laien unter den 12,5 Millionen Einwohnern dieses Landes im Westen Afrikas ihren Glauben leben und an ihre Mitmenschen weitergeben.

Der Senegal kommt in unseren Nachrichtensendungen nicht sehr häufig vor. Das liegt vermutlich daran, dass es dort weder Rohstoffe noch große Reichtümer gibt. Auch von Kriegen und Katastrophen hört man aus dem Senegal nur wenig. Ist der Senegal ein Beispiel dafür, dass wir den afrikanischen Kontinent wirklich fast schon vergessen haben? Auf der UN-Liste der entwickelten Länder belegt der Senegal den 166. Platz: Damit zählt er zu den 50 am wenigsten entwickelten Ländern der Erde. 54 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. In den ländlichen Gebieten steigt die Armutsrate sogar bis auf 88 Prozent! Kein Wunder, dass immer mehr Menschen vom Land in die Städte drängen – mit allen Problemen, die diese Völkerwanderung mit sich bringt.

© PD-USGOV via Wikipedia / Montage: R. Simon, missio

Der Senegal ist ein islamisch geprägtes Land. Nur fünf Prozent der Bevölkerung bekennt sich zum christlichen Glauben. Doch trotz dieser Minderheitensituation ist die Kirche im Senegal eine lebendige und selbstbewusste Gemeinschaft. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leben der Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Durch ihre Bildungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen genießt sie ein hohes Ansehen, denn diese Einrichtungen sind nicht nur Christen des Landes zugänglich – ihre Türen stehen allen Menschen offen!

Ich möchte Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, einladen, in den kommenden Tagen einige dieser offenen Türen zu durchschreiten, um selbst einen Eindruck zu bekommen, wie Christen als Minderheit in einem islamisch geprägten Umfeld ihren Glauben leben und auf eine ganz erfrischende und ermutigende Weise Kirche sind. Ich bin mir sicher, dass das Wort Mission durch die Begegnung mit diesen engagierten Frauen und Männern einen neuen Inhalt und ein konkretes Gesicht bekommen wird: Denn Menschen mit einer Mission sind gefragte Menschen – an allen Orten.

Einer unserer missio-Projektpartner, Bischof Jean Noel aus Tambacounda im Senegal, ist ein solch gefragter und engagierter Mann. Er spricht immer wieder davon, dass er alles daran setzen will, dass die Kirche tiefe Wurzeln schlägt in seinem Land. Der Bischof hat in seinem Jahrzehnte langen Wirken erkannt: Nur wer fest verwurzelt ist in der Wirklichkeit des Landes und im Lebensgefühl der Menschen, nur wer sich immer wieder neu darum bemüht, diesen Kontakt zur Realität des Lebens immer tiefer zu finden, kann am Ende wirklich hilfreich sein und fruchtbar wirken. „Macht euch auf und bringt Frucht!“ – ein Wort, das ein Stück Lebensweisheit in sich birgt – nicht nur für das Leben im Senegal.

Eine gute Woche wünscht ihnen von missio Aachen Klaus Krämer.

© 2009-2017 missio Aachen