Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Ansprechpartner

Werner Meyer zum Farwig ,
stv. Leiter der Abteilung Bildung

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-289
Kontaktformular:
zum Kontaktformular

Ihre Ansprechpartnerin

Hilde Wilhelm ,
Abteilung Bildung; Koordination Gästeeinsatz

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-263
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
» Afrikatag 2017 » Reportage » Kollektenaufruf und -termine » Bausteine für den Gottesdienst » Afrikatag 2018
Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Erzbischof Ignatius Kaigama

WDR-Morgenandacht am Dienstag, 23. Oktober 2012

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

Sie benötigen einen Flash-Player um diesen Film zu sehen.
Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident in Aachen © Montage: R. Simon / missio

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

noch wenige Minuten, dann kommen die Nachrichten. Neues aus der Welt heißt derzeit leider oft genug: Neues über Gewalt und Krieg. Ein Land, aus dem immer wieder neue Gewaltausbrüche gemeldet werden ist Nigeria. Für uns in Deutschland bleiben die Meldungen von Anschlägen und brennenden Kirchen manchmal nur eine Randnotiz – aber für Nigeria bedeuten sie eine Zerreißprobe. Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas leben Christen und Muslime zu gleichen Teilen.

Unser Hilfswerk missio arbeitet eng mit einem der einflussreichsten katholischen Vertreter Nigerias zusammen, mit Erzbischof Ignatius Kaigama. Er leitet die katholische Kirche von Jos. Das ist eine der Regionen, in der immer wieder von schweren Konflikten mit hunderten Toten die Rede ist. Sein Erzbistum hat traurigen Nachrichtenwert, auch bei uns. Aber Ignatius Kaigama will nicht, dass wir im Westen dabei von Glaubenskriegen sprechen. Er widerspricht energisch: „Die Religion wird für politische Zwecke missbraucht.“ In Wahrheit gehe es um soziale Ungerechtigkeit und um skrupellosen Machtmissbrauch.

Erzbischof Ignatius Kaigama (Jos/Nigeria)

Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 setzt sich Ignatius Kaigama unerschütterlich für Frieden und Gewaltlosigkeit ein. In dem muslimischen Emir von Wase hatte er einen einflussreichen Religionsführer gefunden, der seine Überzeugungen teilt. Gemeinsam verkündeten beide Glaubensrepräsentanten, dass Gewalt mit dem Glauben an Gott niemals vereinbar sein kann. Und das gelte ohne Unterschied für Muslime wie für Christen. Gemeinsam besuchten sie die Orte der Gräuel, redeten den Menschen ins Gewissen. Unerschrocken widersprachen sie den Scharfmachern und sie holten rivalisierende Politiker an einen Tisch.

Doch dann starb vor zwei Jahren der muslimische Emir plötzlich und unerwartet. Zur gleichen Zeit hat die radikal-islamistische Terrorgruppe Boko Haram mit einer blutigen Anschlagsserie begonnen, anfangs gegen die Regierung und gegen die Sicherheitskräfte gerichtet. Doch dann nahm die Miliz auch gezielt Christen ins Visier, bombardiert seitdem Kirchen, ermordet Gottesdienstbesucher. Der Terror scheint kein Ende zu finden.

Seitdem eilt Ignatius Kaigama immer wieder vor Ort, tröstet Opfer und Angehörige: „Es sind solche Situationen, in denen unser christlicher Glaube auf die Probe gestellt wird“, sagt der 54-jährige. Wütende christliche Jugendliche wollen Rache üben. Er hält sie davon ab. Der Erzbischof lässt sich nicht beirren: „Unsere Liebe zu Jesus ist unerschütterlich und unser Einsatz für den Frieden ist nicht verhandelbar.“

Diese Entschiedenheit macht Ignatius Kaigama für mich zu einem wichtigen Glaubenszeugen. Der Glaube bewährt sich an der harten Realität. Und der Glaube hat immer auch eine politische Dimension. Er hilft, die Geister zu unterscheiden. Ignatius Kaigama weiß, dass der Geist der Botschaft Jesu ein Geist des Friedens und der Versöhnung ist. Gott ist ein Gott des Lebens; er will nicht Leben zerstören, sondern Leben ermöglichen. Sein Glaube hilft ihm auch, mit dieser Situation umzugehen. Viele hätten bei den schlechten Nachrichten längst aufgegeben. Aber Ignatius Kaigama ist unerschütterlich und sagt immer wieder: „Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verdammen.“

Einen Tag mit hoffentlich guten Nachrichten wünscht Ihnen Prälat Klaus Krämer von missio Aachen.

© 2009-2017 missio Aachen