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Mutter Teresa - Ikone der Nächstenliebe

WDR-Morgenandacht am Donnerstag, 25. Oktober 2012

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

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Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident in Aachen © Montage: R. Simon / missio

„Wer ist das wichtigste Vorbild für die Menschen in Deutschland?“ Ich würde mit Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, eine Wette eingehen, dass diese Frage in einer Quiz-Show falsch beantwortet würde. Denn das wichtigste Vorbild – vor allem für die junge Generation – ist eine einfache Ordensfrau: Fast jeder vierte der 14- bis 29-jährigen bezeichnet Mutter Teresa als sein wichtigstes Vorbild. Quer durch alle Altersgruppen ist es sogar jeder dritte, der die Ordensfrau aus Kalkutta in einer Umfrage benannte.

Zunächst überrascht das: Eine Nonne als Vorbild der heutigen Jugend? Bei näherem Hinsehen wird es aber dann doch verständlicher: Was Mutter Teresa auszeichnete, war ihre Klarheit, ihre Überzeugung und ihre Radikalität. Sie hat nichts halb gemacht. Sie war begeistert und steckte mit dieser Begeisterung andere an.

Schon mit 18 Jahren hatte sich die gebürtige Albanerin für das Ordensleben entschieden. In Indien arbeitete sie zunächst als Lehrerin. Doch 15 Jahre später erfährt ihr Leben eine folgenreiche Wendung: Es war ein ganz gewöhnlicher Tag. Teresa fuhr mit dem Zug durch Kalkutta wie sie es schon unzählige Male getan hatte. Doch dieses Mal ist alles ganz anders: Von einem Augenblick auf den anderen sieht sie die Menschen, die in Pappkartons auf der Straße hausen, mit ganz anderen Augen. Sie sieht die Todkranken, die inmitten von Lärm und Verkehr völlig unbeachtet sterben. Und sie versteht: Diese Menschen brauchen ihre Hilfe. Hier ist ihr Ort. Mit ihnen und für sie soll sie leben. Das wird ihre Lebensaufgabe.

Mutter Teresa: 1973 in Indien © Karl-Heinz Melters

Mutter Teresa kleidet sich fortan wie die armen indischen Frauen in einen einfachen weißen Sari. Allein und mittellos beginnt sie ihre Arbeit in den Slums. Im Laufe der Zeit schließen sich ihr immer mehr junge Frauen an. 1950 gründet sie schließlich einen eigenen Orden, die Missionarinnen der Nächstenliebe. Ihr Sterbehaus in Kalkutta macht sie weltweit berühmt. Hier pflegt sie bis zu ihrem eigenen Tod mit ihren Mitschwestern todkranke Menschen. Mutter Teresa ist überzeugt: Wenigstens am Ende ihres Lebens sollen sich diese Ärmsten der Armen als Menschen mit eigener Würde erfahren dürfen. 1979 erhält Mutter Teresa für ihr Engagement sogar den Friedensnobelpreis. Ihren Bewunderern ruft sie zu: „Wollt ihr etwas Schönes für Gott tun? Es gibt einen Menschen, der euch braucht. Das ist eure Chance.“

Im Nächsten Gott begegnen und den Nächsten bedingungslos lieben. Das ist der Kern des Denkens und Handelns von Mutter Teresa. „Was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.“ Diese Worte Jesu waren für Mutter Teresa ein Lebensprogramm. Und das verkündete sie immer wieder. Besonders wenn Kinder anwesend waren, nutzte sie die Gelegenheit: Sie hob die Hand eines Kindes und schüttelte nacheinander zu jedem der fünf Worte einen Finger der erhobenen Hand des Kindes: Das – habt – ihr – mir – getan.

Mutter Teresa ist für mich eine wahre Glaubenszeugin, weil man an ihr erkennen kann, dass Gott wirklich Liebe ist. Liebe, die sich dem anderen zuwendet. Deswegen hat das Missionswerk missio Mutter Teresa auch in eine Wanderausstellung aufgenommen. Unter der Überschrift „Glaubenszeugen“ stellen wir in den nächsten Wochen und Monaten Frauen und Männer vor, die ihren Glauben auf eindrucksvolle Art und Weise gelebt haben. Menschen, die für andere zu Glaubenszeugen geworden sind.

Aus der missio-Zentrale in Aachen grüßt sie Prälat Klaus Krämer.

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