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Sr. Thecla Gamog

WDR-Morgenandacht am Mittwoch, 24. Oktober 2012

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

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Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident in Aachen © Montage: R. Simon / missio

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

dreizehntausendvierhundertsiebenundsechzig Kilometer. Das ist exakt die Entfernung zwischen Deutschland und Papua-Neuguinea. Damit liegt aus unserer Sicht der Inselstaat nördlich von Australien sprichwörtlich am anderen Ende der Erde.

Papua-Neuguinea ist das Partnerland der diesjährigen missio-Aktion. Der drittgrößte Inselstaat der Welt ist eines der kulturell vielfältigsten Länder der Erde: Über 830 verschiedene Volksgruppen gibt es und noch mehr Sprachen werden gesprochen. Noch heute leben große Teile der knapp sieben Millionen Einwohner in kleinen, abgelegenen Dorfgemeinschaften – auf hunderten Inseln. Ihre Lebensweise ist stark von traditionellen Werten geprägt. Zur Zeit befindet sich das Land aber in einem rasanten Wandel.

Auf Papua-Neuguinea lebt Schwester Thecla Gamong. Sie ist Ordensschwester in der kleinen Küstenstadt Alexishafen. Klingt deutsch? Ist es auch. Teile von Papua Neuguinea waren einmal deutsche Kolonialgebiete. Ursprünglich kam Schwester Thecla nach Alexishafen, um als Schatzmeisterin ihres Ordens für die Finanzen zu sorgen. Doch bald schon hat sie auch andere Aufgaben übernommen. Denn die Probleme vor Ort wachsen.

Papua-Neuguinea wandelt sich im Zeitraffer. Die Welt will an die reichen Bodenschätze der Inseln. Das beschert Reichtum. Doch der Geldsegen ist häufig auch Fluch. Viele Arbeiter verschwenden das Geld, anstatt die Zukunft ihrer Familien zu sichern. Alkohol- und Drogenmissbrauch, Prostitution und Aids sind oft die traurigen Folgen. Und in all das hat sich besonders eins eingeschlichen: Gewalt.

Sr. Thecla Gamog (Papua-Neuguinea)

Hier versucht Schwester Thecla mit ihren Mitschwestern zu helfen. Sie setzt sich ein für Familien und Not leidende Frauen. Sie kämpft gegen den Fluch der Gewalt. Gemeinsam mit den Betroffenen sucht Schwester Thecla nach Lösungen. Sie vermittelt bei Familienstreit und bindet wohlwollende Angehörige mit ein. Wenn das alles nicht hilft, scheut Schwester Thekla auch nicht den Rechtsweg. Denn die Ordensfrau arbeitet mit einem Anwalt zusammen, der für die Rechte der Frauen kämpft.

Und manchmal müssen die Schwestern selbst Zuflucht geben. Wenn wieder Frauen und Mädchen auf der Flucht sind vor den Tätern. „Wenn wir keinen sicheren Platz finden, nehmen wir die Frauen mit in unser Ordenshaus“, sagt Schwester Thecla, „Doch da ist kaum Platz.“ Unterstützt von missio bauen die Schwestern jetzt ein Frauenhaus in Alexishafen. Schutzsuchende Frauen und Kinder sollen dort im Notfall Unterschlupf finden, traumatisierte Mädchen und Frauen psychologische Hilfe erhalten.

Menschen wie Schwester Thecla sind ein Lichtblick. Sie geben Frauen, die nicht mehr ein noch aus wissen, einen Ort, an dem sie wieder aufatmen können, an dem sie Liebe und Zuwendung spüren.

Und sie spüren in der Begegnung mit Schwester Thecla, woraus die tatkräftige und zupackende Frau ihre Kraft schöpft: Aus der Beziehung zu einem Gott, dessen Liebe sie in ihrem eigenen Leben erfahren hat. Eine Liebe, die sie nun an andere Menschen weitergeben will.

Schwester Thecla gibt Orientierung in stürmischen Zeiten. Sie bahnt Wege, die in die Zukunft führen. Die Kraft dafür schöpft sie aus ihrem Glauben.

Einen Tag mit Menschen, die Ihnen Wege bahnen und Orientierung geben, wünscht Ihnen Prälat Klaus Krämer, missio Aachen.

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