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„Heute ernten wir die Früchte“

© Hartmut Schwarzbach / missio

30. September 2012

Der Monat der Weltmission des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio ist am Sonntag, 30. September, mit einem feierlichen Pontifikalamt im Hohen Dom in Paderborn eröffnet worden. Erzbischof Hans-Josef Becker hat vor und 1.000 Gästen dabei den ansteckenden Glauben, caritatives Engagement sowie das Eintreten für Menschenrechte und Menschenwürde in den jungen Kirchen Afrikas, Asiens und Ozeaniens gewürdigt.

Beispielland der diesjährigen missio-Kampagne unter dem Psalmwort „Dein Wort ist ein Licht für meine Pfade“ ist die katholischen Kirche in Papua-Neuguinea. Den gesamten Oktober über berichten 14 pastorale Mitarbeiter aus Papua-Neuguinea in 300 Veranstaltungen der deutschen Diözesen über ihre Arbeit. Zum Abschluss der missio-Kampagne wird am 28. Oktober 2012 die Kollekte zum Sonntag der Weltmission gehalten, die im vergangenen Jahr rund 4,2 Millionen Euro erbrachte. Mit dem Geld werden die ärmsten Diözesen in der Weltkirche unterstützt.

Den Gästen aus Papua-Neuguinea und den Unterstützern des Monats der Weltmission dankte missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer im Eröffnungsgottesdienst: „So können wir von der Weltkirche lernen, vor allem aber mit der Weltkirche solidarisch sein. Ich hoffe, es springt etwas über von der Glaubensfreude und Glaubensstärke unserer Gäste aus Papua-Neuguinea.“

Erzbischof Becker und Prälat Krämer zelebrierten den Eröffnungsgottesdienst gemeinsam mit drei Bischöfen vom drittgrößten Inselstaat der Welt: Erzbischof John Ribat MSC, Oberhirte der Hauptstadtdiözese Port Moresby und Vorsitzender der Bischofskonferenz von Papua-Neuguinea und den Salomon-Inseln, Bischof Gilles Côté, Bischof von Daru-Kiunga sowie Karl Hesse MSC, emeritierter Erzbischof von Rabaul, der aus dem Erzbistum Paderborn stammt. Auch Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission im Erzbistum Paderborn, stand mit am Altar.

In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Becker daran, dass europäische Missionare den christlichen Glauben nach Papua-Neuguinea brachten. „Heute ernten wir die Früchte dieser Begegnung“, betonte der Erzbischof. Denn: mittlerweile gehöre es zu den „Grundeinsichten der Kirche in Europa, dass auch sie der missionarischen Impulse durch die Schwestern und Brüder in der Weltkirche bedarf.” Die Kirche in Europa sei nicht mehr der „Nabel der katholischen Welt“ und Deutschland Missionsland, so der Erzbischof. Gegen die drohende Resignation tue ein Blickwechsel gut auf andere Frömmigkeitsformen und die ansteckende Glaubensfreude in anderen Regionen der Erde.

missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer © Hartmut Schwarzbach / missio

Die weltkirchliche Atmosphäre des Eröffnungsgottesdienstes prägten die missio-Gäste aus Papua-Neuguinea. Schwester Anna Damas hielt die erste Lesung aus dem Buch Numeri. Die Steyler Missionarin verkörperte in besonderer Weise die Brücke zwischen Deutschland und dem pazifischen Inselstaat Papua-Neuguina, denn vor sechs Jahren folgte die ehemalige Pastoralreferentin im Bistum Aachen dem Ruf nach Papua-Neuguinea, arbeitet dort im Auftrag der dortigen Bischofskonferenz im Bibelapostolat. Die Worte aus dem Buch Numeri über die bedeutsame Rolle des Prophetischen passten zur Situation in Papua-Neuguinea, einem Land im Umbruch, in dem die katholische Kirche eine wichtige Rolle spielt, um die dortigen gesellschaftlichen Umbrüche menschenwürdig zu gestalten.

Auch die Fürbitten wurden von den Gästen formuliert. Neben Schwester Anna sprach Schwester Thecla Gamog, Ordensfrau aus Papua-Neuguinea, die sich in ihrer Heimat für Frauen und Kinder in Not einsetzt und derzeit in der Kleinstadt Alexishafen mit Unterstützung von missio ein Zentrum für traumatisierte Mädchen baut, und Schwester Lorena Jenal, eine gebürtige Schweizerin, die seit über 30 Jahren in der Pastoral auf Papua-Neuguinea arbeitet. Unter anderem baten sie um die Stärkung der zahlreichen kleinen christlichen Gemeinschaften auf Papua-Neuguinea.

Am Schluss des Gottesdienstes las Schwester Anna ein Dankgebet aus Papua-Neuguinea, ein Dankgebet für die Schönheit der Schöpfung: „Lobt den Herrn für die Harmonie der Schöpfung, lobt Jesus, der unsere Herzen das Singen lehrte, lobt den Heiligen Geist, der in uns lebt ... Wir preisen dich mit dem Schlag der Kundu-Trommel. Wir preisen dich mit Gitarren, mit tanzenden Füßen und klatschenden Händen. Wir singen unsere Liebe zum Rhythmus deines Lebens. Bringe uns in Harmonie mit deiner Welt, oh Gott.”

Musikalisch wurde das Pontifikalamt von Domchor und Mädchenkantorei am Paderborner Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning und Domkantorin Gabriele Sichler-Karle gestaltet. An der Domorgel spielte Sebastian Freitag. Die Kollekte des Gottesdienstes kommt Projekten der katholischen Kirche in Papua-Neuguinea zugute.

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