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Msgr. Joachim Schroedel

Gast im Monat der Weltmission 2013

19.– 28.10.2013: Bistum Mainz

Seit der Revolution reden alle Klartext

Msgr. Schroedels Gemeinde wird immer kleiner. © missio

Wenn Monsignore Joachim Schroedel nach seinem Wahlspruch gefragt wird, dann sagt er gern „As sabr mufteh al farag”: Die Geduld ist der Schlüssel zum Paradies. Denn Geduld braucht man, wenn man in der Millionenmetropole Kairo wohnt. Die Hauptstadt Ägyptens ist seit 18 Jahren die Heimat des gebürtigen Mainzers. Dort ist er mit der Seelsorge der deutschsprachigen katholischen Gemeinde betraut – eine logistische Herausforderung. Denn der 59-Jährige ist nicht nur für Kairo zuständig, sondern auch für ganz Ägypten sowie die Länder Syrien, Jordanien, Libanon, Sudan und Äthiopien. Schon innerhalb Ägyptens sei die Logistik nicht einfach. „Der Verkehr ist mörderisch“, erzählt der Priester, „und das im wahrsten Sinne des Wortes.“ Zwei Stunden, um eine Kirche zu erreichen, sei für viele Gläubige nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Seit dem Sturz von Präsident Mubarak Anfang 2011 war die Situation noch schwieriger geworden – Msgr. Schroedels Gemeinde schrumpfte: „Viele ausländische Firmen haben sich aus Ägypten zurückgezogen.“ Momentan zählt die deutschsprachige Gemeinde noch rund 2.000 Gläubige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch die Sicherheitslage bereitet Probleme. „Abends mag man kaum noch das Haus verlassen, da inzwischen häufiger auch Straßenräuber auftreten“, berichtet Msgr. Schroedel.

Außerdem seien Christen seit dem Beginn der arabischen Revolution in Ägypten immer stärker diskriminiert worden. Doch der Priester hat darin auch immer eine Chance gesehen. Viele Christen seien durch die Anfeindungen in ihrem Glauben und in ihrem Engagement für die Mitmenschen gestärkt worden. Jetzt nach dem Sturz von Präsident Mursi hofft er, dass sich die Situation der Christen bessert.

Schroedel selbst setzt sich vor allem für die Müllsammler ein. Sie trennen die Abfälle Kairos und leben unter zum Teil katastrophalen Bedingungen. Die meisten gehören zu den Christen.

„Unser Projekt ist das ‚Müllprojekt Moytamadeia‘. Dort betreuen wir eine Schule, eine Nähschule, bald noch eine Werkstatt und etwa 600 Familien in Not.“ Nöte, die Joachim Schroedel aus seiner Kindheit und Jugend nicht kannte. Aufgewachsen in Mainz, Dresden und Alzey war nicht unbedingt absehbar, dass er sich einmal für den interreligiösen Dialog im Nahen Osten einsetzen würde, unter anderem als Leiter des „Ökumenischen Instituts Kairo“. Doch bereits während seines Theologiestudiums verbrachte er sein Freisemester in Jerusalem, später studierte er Orientalistik und Hebräisch.

Martina Gnad / Bettina Tiburzy / Stand: 7. August 2013

Im Rahmen der Aktion zum "Sonntag der Weltmission" rückt missio in diesem Jahr Ägypten in den Mittelpunkt des Interesses. Elf Gäste werden im Oktober in Deutschland für uns unterwegs sein und über ihre Arbeit berichten.

Wir möchten Ihnen während unserer Aktion die Situation der Kirche(n) vor Ort vorstellen und Ihr Interesse für die Sorgen und Nöte näherbringen.

Downloads

Gäste-Flyer (PDF): Stand 7. August 2013

Msgr. Joachim Schroedel
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Mehr von Msgr. Joachim Schroedel erfahren Sie in unserem Blog
"Bedrängte Christen"
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