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Bedrängte Christen

WDR-Morgenandacht am Freitag, 25. Oktober 2013

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

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Vier Christen in Bedrängnis, für die sich missio u.a. einsetzt.

Es gilt das gesprochene Wort.

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

in Deutschland kann jeder selbst entscheiden, ob er zu einem Gottesdienst geht und sich in die Kirchenbank setzt - oder eben nicht. Niemand wird deswegen belästigt oder angezeigt oder eingesperrt. Jeder kann in Deutschland öffentlich über seinen Glauben reden oder beten – oder eben nicht. Für uns in Deutschland ist das alles so selbstverständlich, dass wir das gar nicht mehr der Rede wert finden. Bei uns herrscht doch Religionsfreiheit!

Aber das ist nicht überall in der Welt der Fall. Manchmal trifft es wie in Indien Muslime, die in einzelnen Regionen angegriffen werden, weil sie eine Minderheit sind. Manchmal trifft es wie in China Buddhisten, weil sie der kommunistische Staat für gefährlich hält. Und es trifft Christen. Die katholische und evangelische Kirche in Deutschland haben im Sommer eine Studie herausgegeben. Danach können in 111 Ländern der Erde viele Christen ihren Glauben nicht frei und öffentlich leben, werden diskriminiert und bedrängt. Mich macht das alles zornig. Denn ich will mit unserem Hilfswerk missio, dass alle Gläubigen aller Religionen überall auf der Erde das Menschenrecht auf Religionsfreiheit genießen.

Es gibt viele Gründe, warum sich Christen in 111 Ländern nicht einfach so wie in Deutschland zum Gottesdienst in eine Kirchenbank setzen können. Die Christin Asia Bibi aus Pakistan zum Beispiel sitzt im Gefängnis. Sie wurde angezeigt, weil sie bei der Feldarbeit mit anderen Frauen angeblich den Propheten Mohammed gelästert hatte. Das pakistanische Strafgesetz sieht dafür die Todesstrafe, lebenslange Haft oder Geldstrafen vor. Im Fall von Asia Bibi stellte sich heraus, dass der Vorwurf der Gotteslästerung gegen sie nur ein Vorwand gewesen war: Hier wurde ein privater Streit mit Hilfe des Gotteslästerungsparagraphen ausgetragen. Asia Bibi ist immer noch nicht frei. Seit Jahren setzt sich missio für die Abschaffung dieses Gesetzes ein. Übrigens: In Pakistan leiden unter dem Blasphemiegesetz nicht allein Christen, sondern auch Muslime, Hindus und andere religiöse Minderheiten.

Einfach so in einen Gottesdienst kann sich auch der Ägypter Mohammed Hegazy in seiner Heimat nicht setzen. Der gebürtige Moslem trat mit 16 Jahren zum Christentum über. Das ist zwar offiziell in Ägypten erlaubt, aber als er bei den Behörden seinen Wechsel der Religion in seinen Personalausweis eintragen lassen wollte, wurde dieser Antrag abgelehnt. Dabei entscheidet der Vermerk der Religionszugehörigkeit im Pass aber zum Beispiel darüber, welchen Religionsunterricht die Kinder besuchen können. Der gelernte Journalist ging deshalb mit seinem Fall an die Öffentlichkeit. Danach erhielt er Todesdrohungen. Er und seine Familie mussten untertauchen. Weil der Fall in der Schwebe ist, können sie keine Reisepässe beantragen. So können sie auch Ägypten nicht verlassen.

Nur ein Fall von vielen weltweit. Deshalb setzt sich missio für das Menschenrecht auf Religionswechsel für jeden Menschen in jedem Land der Erde ein. Das gilt für Christen und selbstverständlich für Frauen, Männer und Kinder jeder anderen Religion.

Einen nachdenklichen Tag wünscht Ihnen heute Prälat Klaus Krämer von missio aus Aachen.

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