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Gäste des Monats der Weltmission aus Ägypten

WDR-Morgenandacht am Montag, 21. Oktober 2013

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

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Ein Blick über die Millionen-Metropole Kairo. © Hartmut Schwarzbach / missio

Es gilt das gesprochene Wort.

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

wenn im Radio oder Fernsehen Nachrichten aus Ägypten laufen, zucke ich in den vergangenen Wochen oft zusammen. Die Nachrichtenfilme von Straßenschlachten oder brennenden Kirchen spielen für mich nicht irgendwo weit weg. Sie sind nicht bloß irgendwelche Nachrichten. Sie haben etwas mit mir zu tun. Ich verbinde sie mit Menschen, die ich kenne. Denn ich habe gerade Besuch aus Ägypten. Nein, nicht persönlich bei mir zu Hause – aber als Präsident des katholischen Hilfswerks missio. Rund ein Dutzend Männer und Frauen aus Ägypten sind zurzeit Gast von missio und reisen durch Deutschland. Sie sind Christen und erzählen in deutschen Kirchen, Gemeindesälen oder Schulen von ihrer Heimat und wie sie als Christen in Ägypten leben.

Jedes Jahr im Oktober kommen Christen aus einem anderen Land in Afrika, Asien oder Ozeanien zu einer solchen Deutschlandtour. Die katholische Kirche nennt das den Monat der Weltmission. Die Organisation einer solchen Aktion dauert etwa zwei Jahre. Zur Vorbereitung gehören auch Besuche in den Heimatländern unserer Gäste. Im Januar zum Beispiel reiste ich nach Kairo und andere Städte in Ägypten. Ich traf dort die Ordensfrauen und Ordensmänner, die Bischöfe, Priester und Laien, die jetzt in Deutschland unterwegs sind. Sie zeigten mir ihre Kirchen und Klöster, wie sie Schulen aufbauen, Zeitungen machen, Behinderten helfen oder Gottesdienst feiern. Sie erzählten mir von ihren alltäglichen Sorgen, von ihren Plänen, von der schwierigen Politik, aber auch von ihrem Stolz, Ägypter zu sein – und von ihren Familien. Wir klärten Details des Besuchs in Deutschland. Die Vorbereitungen für den Monat der Weltmission verliefen so zunächst ohne größere Aufregung.

Dann kam der Sommer. Das Militär setzte den ägyptischen Präsidenten ab und die Ereignisse in Ägypten überschlugen sich. Plötzlich war alles ganz anders. Plötzlich war es auch nicht mehr sicher, ob tatsächlich alle von uns eingeladenen Gäste aus Ägypten nach Deutschland reisen können - und - ob sie ihre Freunde und Freundinnen oder ihre Familien in Ägypten allein lassen können. Jeder Mensch hätte angesichts der schrecklichen Bilder, die weltweit über die Bildschirme flimmerten, verstanden, wenn die ägyptischen Christen ihre Reise zu uns abgesagt hätten. Aber die meisten wollten nicht absagen und berichten jetzt zwischen Hamburg und Freiburg über ihr Leben in Ägypten.

Für mich ist das ein starkes Zeichen. Vielleicht berühren mich deshalb zur Zeit Nachrichten aus Ägypten mehr als früher persönlich. Mir imponiert der Mut der Männer und Frauen aus Ägypten. So passt auch das Motto aus der Bibel für die Deutschlandreise unserer Gäste gut, das wir schon vor zwei Jahren ausgewählt haben: „Ich will Euch Zukunft und Hoffnung geben.“

Gott steht für Zukunft und Hoffnung – dieser Satz ist für die Christen aus Ägypten nicht eine fromme Floskel, sondern sie empfinden das wirklich. Das jedenfalls erzählen sie mir immer wieder bei unseren Begegnungen hier in Deutschland.

Ich glaube, diese Erfahrung können aber alle Menschen machen. Jeder kennt in seinem Leben Augenblicke, wo er große Angst und Sorgen hat – egal wo er lebt. Jeder Mensch kennt Momente, in denen er am liebsten alles hinwerfen und abhauen möchte. Dann braucht er jemanden, der ihm sagt: Es geht weiter, Du musst nicht aufgeben, Dein Platz ist hier, wo Du bist. Solche Schutzengel, wie sie die Menschen in Ägypten brauchen, wünsche ich auch Ihnen heute,

Ihr Klaus Krämer von missio in Aachen.

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