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Mission

WDR-Morgenandacht am Samstag, 26. Oktober 2013

von Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident (Aachen)

Den nachfolgenden Text bieten wir Ihnen auch zum Anhören an:

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Heute um 15.30 Uhr: Die Mutter aller NRW-Derbys.

Es gilt das gesprochene Wort.

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer,

heute elektrisiert die Mutter aller NRW-Derbys die Fußballfans: Schalke 04 gegen die Borussia aus Dortmund. Königsblau gegen Schwarz-Gelb. Wer nicht im Stadion sein kann, sichert sich einen Platz vorm Fernseher. Kein Spiel in Deutschland setzt so viele Emotionen frei.

Das ist Leidenschaft pur. Bei den Spielern und bei den Fans. Für sie gibt es nur eine Mission: gewinnen. Wer wahrer Fußballfan ist, der behält seine Leidenschaft und Begeisterung nicht für sich selbst. Der muss sie zelebrieren, und zwar so, dass es möglichst viele Menschen sehen und hören. Fanforscher sprechen sogar von einem quasireligiösen Verhalten – vielleicht gibt es auch deshalb im Stadion auf Schalke eine richtige Kapelle und die Anfänge des BVB liegen in einer katholischen Pfarrei in der Dortmunder Nordstadt. Jesus hätte diese Begeisterung sicher verstanden, hat er dafür in der Bibel doch ein bekanntes Wort gefunden, im Matthäusevangelium, Kapitel 12, Vers 34: „Wovon das Herz voll ist, davon läuft der Mund über.“

Jesus hat vor 2000 Jahren sicher keine Sportstadien gefüllt, wie wir sie heute kennen. Er zog übers Land, durch Dörfer und Städte, und dort versammelten sich hunderte, manchmal mehrere tausend Menschen, um ihn zu sehen und zu hören. Davon berichten die Evangelien. Und da, wo Jesus auftrat, waren die Menschen begeistert von ihm. Manche so sehr, dass sie seine Anhänger wurden. Sie waren überzeugt, dass es sich lohnt, so zu leben, wie er es vorgelebt hat. Auf jeden Fall waren sie nicht nur einfache Zuschauer, sondern wirkliche – Fans -, die für die Botschaft Jesu gebrannt haben. Kein Weg war ihnen zu weit für ihre Leidenschaft, nationale Grenzen kannten sie keine, Sprachhürden wurden überwunden. Und sogar zu einer Art Verein haben sie sich zusammengeschlossen: der Kirche.

Seit 2.000 Jahren sind Menschen für Christus begeistert. Sie tragen ihren Glauben in die Welt, indem sie anderen davon erzählen. Mission wurde zum Wort für diese Leidenschaft. Ohne Frage: aus falsch verstandener Leidenschaft ist auch viel Unheil entstanden. Das will und kann ich nicht verdrängen, das kann die Kirche nicht verdrängen, wenn sie auf ihre Geschichte blickt. Da hat die Kirche immer noch einiges aufzuarbeiten. Aber ein echter Fan von Jesus zu sein, damit können Christen weltweit offensichtlich nicht aufhören – bis heute. Mir gefällt dieser Vergleich von Fan-Sein und Mission, denn Christsein soll keine verbohrte Pflichtveranstaltung sein, sondern ein Leben aus der Freude am Glauben. Übrigens: Echte Fans können an ihrem Verein leiden, wenn es schlecht läuft - aber sie lassen ihn nicht hängen, bleiben treu. Und so gibt es auch für Christen schlechte Zeiten, sie zweifeln dann an Gott. Dann kommt es auch darauf an, Durststrecken auszuhalten und treu zu bleiben.

Morgen feiert die katholische Kirche den Sonntag der Weltmission. Dieser Tag wird überall auf der Welt am vierten Sonntag im Oktober gefeiert. Das ist eine der ältesten Solidaritätsaktionen der Kirche. Die Kollekten für diesen Tag bei Gottesdiensten weltweit werden unter den 1.000 ärmsten Bistümern der Kirche aufgeteilt. In Deutschland sind an diesem Tag aber auch immer Christen aus einem Land in Afrika, Asien oder Ozeanien zu Gast. In diesem Jahr kommen die Gäste aus Ägypten. Sie berichten den Menschen in Deutschland, welche Leidenschaft es braucht, in diesem Land seinen Glauben zu leben. Übrigens: Christen in Ägypten sind echte Christus-Fans, sie leben dort schon seit dem 1. Jahrhundert nach Christus – und, um in der Fußballersprache zu bleiben – sind ihrem Verein bis heute treu geblieben. Auch wenn Christ-Sein in Ägypten zurzeit alles andere ist als ein Heimspiel. Aber darüber ein anderes Mal.

Für heute wünsche ich Ihnen ein spannendes Ruhrderby und ein gutes Wochenende, Ihr Prälat Klaus Krämer von missio Aachen.

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