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Forum Weltkirche

Forum Weltkirche, Ausgabe 3/2015, Titelblatt
© Forum Weltkirche

Ausgabe Mai/Juni 2015

Die missionarische Dimension der Kirche steht im Zentrum des Monats der Weltmission 2015, den die Kirche im Oktober feiert. Am Beispiel der vom Wachstum geprägten Ortskirche in Tansania soll in diesem Jahr aufgezeigt werden, wie der Geist der Evangelisierung eine Ortskirche zu Beginn des dritten Jahrtausends prägen und verändern kann. Zur römisch-katholischen Kirche Tansanias, die sich in 34 Diözesen innerhalb von fünf Kirchenprovinzen gliedert, zählen derzeit 13,6 Millionen Gläubige. Die katholische Kirche verzeichnet in dem Land am Fuße des Kilimanjaro ein hohes Wachstum, was nicht zuletzt die Gründung von fünf neuen Diözesen in den letzten sieben Jahren zeigt. Neben den Priestern und Ordensmännern sind es die über 10.000 Ordensschwestern, 800 Laienmissionare und besonders die über 15.580 Katechisten, die das Gesicht der lebendigen ostafrikanischen Ortskirche prägen.

Während das christlich-muslimische Zusammenleben in Tansania in der Vergangenheit weitgehend friedlich gelang, sind Christen in dem ostafrikanischen Land zur Zielscheibe religiös motivierter Gewalt geworden. Insbesondere auf der dem Festland vorgelagerten Insel Sansibar, auf der die Christen als religiöse Minderheit leben, wurden Christen Opfer von Säureattacken und leiden unter Bedrohungen und Einschüchterungen. Papst Franziskus forderte unlängst dazu auf, dass das Recht auf Religionsfreiheit in Tansania gewährt wird und bat die dortigen Bischöfe, auch weiterhin den Dialog mit Angehörigen anderer Religionen, der Regierung und den Zivilorganisationen zu suchen. Die nachfolgenden Beiträge aus der Ausgabe Mai/Juni unseres Magazins Forum Weltkirche bieten einen Einblick in das Leben der Christen in Tansania, die ihren Glauben mit ansteckender Freude leben, und geben einen Vorgeschmack auf den Monat der Weltmission, den die Kirche im Oktober feiert.

Der Kilimanjaro – Der höchste Berg Afrikas ist eine unübersehbare Landmarke Tansanias und zieht jährlich Besucher aus der ganzen Welt an.
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Ein Blick hinter die Kulissen einer Fassadendemokratie

Das Jahr 2015 ist weichenstellend für die weitere Zukunft Tansanias. Für Oktober sind Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vorgesehen. Das ursprünglich für Ende April vorgesehene Verfassungsreferendum wurde zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben, doch gilt der Verfassungsreformprozess unter kritischen Beobachtern schon jetzt als gescheitert.

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In den meisten Regionen Tansanias leben Christen und Muslime miteinander. Auf Sansibar leben nur wenige Christen.
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Christlich-islamischer Dialog in Tansania

Tansania ist das einzige Land in Subsahara-Afrika, in dem ähnlich viele Christen und Muslime leben. Es wird angenommen, dass der Anteil an Christen und Muslimen in Tansania jeweils 40 Prozent beträgt. Die restliche Bevölkerung gehört anderen traditionellen afrikanischen Religionen an.

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Schon in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden in Tansania Kleine Christliche Gemeinschaften und prägen seitdem das Bild der Kirche.
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Wo das Herz der Kirche pulsiert - Kleine Christliche Gemeinschaften in Tansania

Eine Kleine Christliche Gemeinschaft besteht aus acht bis zwölf katholischen Familien in einem Viertel oder Dorf, die eine kleine Ortskirche bilden möchten, um gemeinsam ihren Glauben an Christus zu leben. Die Kleine Christliche Gemeinschaft bildet die Basis einer lebendigen Kirche in Tansania.

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Im Küstenort Bagamoyo begannen die Spiritaner im Jahr 1868 ihre Missionstätigkeit in Tansania und errichteten eine erste Kirche.
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Evangelisierung in Tansania - Aussichten und Herausforderungen

Die Anfangsphase der Evangelisierung der Kirche in Tansania ist von unterschiedlichen missionarischen Initiativen geprägt. Die ersten Träger der katholischen Evangelisierung in Tansania waren die portugiesischen Augustinermissionare, die mit Vasco da Gama im Jahr 1499 in Ostafrika eintrafen.

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