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Inhalt

Elvis Joseph Miti

Gast im Monat der Weltmission 2015

09.–11.10.2015 Bundesweite Eröffnung in Dresden
12.–18.10.2015 Bistum Fulda
23.–25.10.2015 Bistum Dresden-Meißen

Für ein Leben in Fülle

Elvis Miti
Elvis Joseph Miti© Hartmut Schwarzbach / missio

Schon als kleiner Junge verspürte Elvis Miti einen inneren Drang, Menschen in Not beizustehen. Als er sah, wie sein Freund in einem Fluss zu ertrinken drohte, sprang er ins Wasser und zog ihn ans Ufer – obwohl er selbst nicht schwimmen konnte.

Die Entschlossenheit, anderen zu helfen, hat sich Elvis Miti auch als Erwachsener immer bewahrt. Geboren und aufgewachsen in Sambia, erwarb er ein Diplom in Sozialarbeit, arbeitete in Sambia und später auch Tansania in Organisationen, die sich um Straßenkinder kümmern. Nach einer sechsjährigen Tätigkeit in der Erzdiözese Dar es Salaam im Bereich HIV und Aids und einem begleitenden Studium der Palliativmedizin zog es ihn in den Süden Tansanias.

Seit 2013 leitet Miti in Ndanda als Projektkoordinator das UZIMA-Programm, das Menschen mit HIV, Aids und anderen chronischen Krankheiten betreut. UZIMA sei Suaheli und bedeute so viel wie „Leben in Fülle“, erklärt er. Im Rahmen des von missio unterstützten Projekts besuchen fast 70 ehrenamtliche, gut ausgebildete Helfer 850 Menschen in ihrem Zuhause. In regelmäßigen Abständen werden die Freiwilligen von erfahrenen Krankenschwestern des benachbarten Benediktinerkrankenhauses begleitet. „Eine HIV-Infektion, rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, ist heute eine chronische Krankheit“, erklärt Miti. Viele Menschen in Ndanda können heute dank UZIMA ein fast normales Leben führen.

„UZIMA ist eine Quelle der Hoffnung für die Ärmsten der Armen, die sich die permanent steigenden Kosten für Gesundheit nicht leisten können.“

Doch trotz der Fortschritte im Kampf gegen Aids gebe es immer noch gewaltige Herausforderungen. „Besonders Waisenkinder, HIV-positive Kinder und Großmütter haben große Schwierigkeiten, mit den verheerenden Folgen von Aids in Ndanda zurechtzukommen“, berichtet Miti. Oft fehle der Ernährer der Familie. Viele könnten sich nur eine Mahlzeit am Tag leisten.

Mit seinen UZIMA-Mitarbeitern hofft der 43-Jährige, der verheiratet ist und selbst vier Kinder hat, auch diesen Menschen ein „Leben in Fülle“ zu ermöglichen.

Text: Bettina Tiburzy

Viele unserer Partnerinnen und Partner der Ortskirche in Afrika, Asien und Ozeanien müssen mit Krieg und Gewalt leben. Sie sind oft die Einzigen, die den Menschen helfen können. Ob Hilfe in akuten Notlagen oder langfristige Programme vor allem im Bereich Ausbildung: Wir konnten 2014 rund 850 Projekte mit 49 Millionen Euro fördern.

Die Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit

Fast die Hälfte der weltweit rund 2.500 Diözesen der katholischen Kirche befindet sich in Ländern, die wie Tansania zu den ärmsten der Welt gehören. Am Sonntag der Weltmission sammeln mehr als 100 päpstliche Missionswerke Spenden für sie. Kirchliche Arbeit ist hier nur dank der Solidarität der Katholiken weltweit möglich. In Deutschland findet die Kollekte am Sonntag, den 25. Oktober 2015, statt.

Mit verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten wird die diesjährige Aktion zum Sonntag der Weltmission vom 9. bis 11. Oktober im Bistum Dresden-Meißen feierlich eröffnet. Anschließend werden die Gäste aus Tansania zu Begegnungen in Schulen und Gemeinden unterwegs sein und stehen zum Gespräch über die Situation in Tansania zur Verfügung.

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