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© Hartmut Schwarzbach / missio

Mauern einreißen

Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht

Auf Sansibar herrscht trotz durch die Verfassung garantierter Religionsfreiheit vielfach eine anti-christliche Atmosphäre. In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Zerstörung von Kirchen und Anschlägen auf Christen. Auch vor Muslimen, die sich für den Dialog und das Miteinander mit den Christen einsetzen, machen die radikalen Islamisten keinen Halt.

Unser Projekt: Ein Ort ökumenischer und interreligiöser Begegnung

Besonders christliche Studentinnen und Studenten an Sansibars Universitäten leiden unter Repressalien. Ausübung ihrer Religion ist auf dem Universitätsgelände untersagt, Studentinnen müssen gegen ihren Willen lange schwarze Kleider und Kopftücher tragen, bei der Benotung kommt es zu Ungerechtigkeiten. Es ist ihnen verboten, eigene Verbände zu gründen.

Die Studenten sind verunsichert, aber entmutigen lassen sie sich nicht. Bischof Augustine Shao hat dafür gesorgt, dass in einer Missionsstation ein Zentrum für die christliche Studentengemeinde eingerichtet wurde. Es ist ein Ort ökumenischer und interreligiöser Begegnung. In Seminaren und Weiterbildungen werden grundlegende Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben vermittelt: Wissen über die Religionen, über die Ursachen der Konflikte, Toleranz, Freundschaft und Zusammengehörigkeit im Glauben.

So hilft Ihre Spende: 12 Euro werden pro Studierenden benötigt, um das Seminar durchzuführen.

Religionsfreiheit!

Für das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen ist der interreligiöse Dialog ein entscheidendes Instrument, mit dem im Nahen Osten, in Afrika und Asien das Menschenrecht auf Religionsfreiheit, Frieden und Versöhnung verwirklicht werden kann. missio Aachen und das Missionswissenschaftliche Institut von missio haben zwischen 2012 und 2015 knapp 60 Projekte im Bereich des interreligiösen Dialoges seiner Partner mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt.

Islamisten überschütten Geistliche mit Säure!

Father Anselmo – katholischer Priester

Den 13. September 2013 vergisst Father Anselmo von der tansanischen Insel Sansibar nicht: Der katholische Priester sitzt in der Hauptstadt Stonetown im Internet-Café und telefoniert. Plötzlich kommt jemand von der Seite und kippt ihm ätzende Säure ins Gesicht. Ein Attentat mit Ankündigung.

Denn mutmaßlich Terroristen der islamistischen Gruppe „Uamsho“ hatten ihn zuvor bereits mehrfach bedroht und aufgefordert, Sansibar zu verlassen. Father Anselmo arbeitete in der Pfarrseelsorge, in Krankenhäusern oder Gefängnissen.

Die Terroristen wollen die Insel aus der Staatenunion mit der säkularen, demokratischen Republik Tansania lösen und zu einer Art islamischen Staat machen. Da geraten unter rund 1,15 Millionen Einwohnern der Insel bei einem Anteil von 97 Prozent Muslimen auch die knapp 12.000 Katholiken ins Visier. Father Anselmo ist Anfang 2015 mit Hilfe von missio Aachen in Deutschland behandelt worden. Er ist wieder zurück auf Sansibar: „Ich habe meinen Angreifern vergeben und glaube daran, dass es wieder ein friedliches Miteinander geben kann“, sagt er. Ansporn für diese Friedensmission hat sich Father Anselmo während einer Audienz bei Papst Franziskus geholt.

Übrigens: Die Tat ist nie aufgeklärt worden.

Sheikh Fadhil Suleimann Soraga – muslimischer Geistlicher

Es geschah beim Joggen im Dezember 2013: Ein anderer Läufer schüttet Sheikh Fadhil Suleimann Soraga plötzlich Säure ins Gesicht. Der Muslim ist an der Brust und im Gesicht schwer verletzt. Bis heute verdeckt er Wunden durch einen Schal.

Sheikh Soraga, Sekretär des höchsten muslimischen Würdenträger auf der Insel, arbeitet im Interreligiösen Friedenskomitee Sansibars mit. Dort treffen sich seit 2005 Katholiken, Protestanten, Anglikaner und Muslime. Sie entwickeln Projekte, um vor allem die Jugend vor einer islamistischen Radikalisierung zu bewahren. Sie vermitteln bei religiös aufgeladenen Konflikten. Sie setzen auf Gewaltprävention. Anscheinend hat dieses Engagement Sheikh Soraga in den Augen islamistischer Extremisten verdächtig gemacht und beinahe das Leben gekostet. Aber er lässt sich nicht einschüchtern. Er kämpft weiter, gemeinsam mit seinen christlichen Mitbürgern, für ein friedliches und ziviles Sansibar.

missio besuchte Sheikh Soraga im Januar, Bundespräsident Joachim Gauck Anfang Februar 2015 in Stonetown. Kollektiver Gewalt müsse frühzeitig die Stimme der Vernunft und des Friedens entgegengestellt werden, würdigte der Bundespräsident Sheik Soraga.

Übrigens: Die Tat ist nie aufgeklärt worden.

"Mauern einreißen"

Bereits 2014 führten wir diese Aktion durch.
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