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Von den Christen in Tansania lernen

Zur Vorbereitung des Weltmissionsmonats in diesem Jahr waren Anthony Makunde aus Tansania (MItte) und Werner Meyer zum Farwig von missio Aachen (links) mit Ulrich Clausen, dem missio-Beauftragten des Bistums, unterwegs.
Zur Vorbereitung des Weltmissionsmonatswaren Anthony Makunde (Tansania) und Werner Meyer zum Farwig (l.) mit Ulrich Clausen unterwegs.© Matthias Holluba / Tag des Herrn

Vorbereitung des Weltmissionsmonats / Bundesweite Eröffnung findet in Dresden statt

9. August 2015

Tansania ist das Schwerpunktland des diesjährigen Monats der Weltmission. Die bundesweite Eröffnung findet im Oktober in Dresden statt. Anthony Makunde aus Tansania war jetzt schon einmal im Bistum unterwegs.

Zwar gehört Tansania zu den stabilsten Staaten in Afrika. Und doch steht auch das diesjährige Schwerpunktland des Monats der Weltmission vor gewaltigen Herausforderungen. Das Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen und Religionen, die sozialen Probleme, das Tabu-Thema Aids, Veränderungen im Zusammenleben der Familien, die Möglichkeiten der modernen Kommunikation – das sind nur einige Beispiele, die Anthony Makunde nennt. Angesichts dieser gesellschaftlichen Herausforderungen heiße die Frage für die Kirche: „Wie antworten wir darauf?“

Von den 48 Millionen Einwohnern Tansanias sind 14 Millionen katholisch. Die Kirche habe nach wie vor eine zentrale Stellung in der Gesellschaft und sei vor allem im Zusammenhang mit den sozialen Problemen gefragt, erklärt Makunde. Er war mehrere Jahre Sekretär der Bischofskonferenz und ist jetzt verantwortlich für die Ausbildung ehrenamtlicher Laienmitarbeiter in der Kirche. Für ihn ist klar: Die Kirche muss nahe bei den Menschen sein. „Moderne Technologien zu beherrschen, genügt nicht. Wir müssen auch lernen, wie man mit anderen Menschen über den Glauben spricht.“

Eine Antwort, die die ostafrikanischen Bischofe auf diese Herausforderung gefunden haben, sind die Kleinen Christlichen Gemeinschaften (KCG). Zehn bis 15 Familien gehören zu einer solchen Gemeinschaft. Miteinander versuchen sie aus dem Evangelium heraus das Leben und den Glauben zu teilen. Anders als in Deutschland etwa – wo oft auf entsprechende Fachleute und Experten gewartet wird – nehmen in Tansania in den KCG Getaufte und Gefirmte das Leben der Kirche vor Ort selbst in die Hand. Dabei geht es nicht nur um Gebet und Gottesdienst, sondern um ein vom Christsein durchdrungenes Alltagsleben. „Glauben und Leben gehören zusammen“, sagt Makunde. Entsprechend werden die Verantwortlichen für die KCG geschult, bevor sie ihre Sendung erhalten.

Christliches Leben in den teils großen Pfarreien in Tansania ist ohne die KCG schwer vorstellbar. „Eine Pfarrei, zwei Priester, 19 Außenstationen und sechs Monate Regenzeit“, sagt Makunde. „Es sind die Katechisten vor Ort, die taufen, beerdigen und Wortgottesdienste halten. Und wenn ich als Priester dann zu diesen Leuten komme, dann tue ich das, was nur ein Priester tun kann: Eucharistie feiern und Beichte hören.“ Vom Verwischen der Unterschiede zwischen Priestern und Katechisten hält Makunde nichts.

Ulrich Clausen, missio-Beauftragter des Bistums Dresden-Meißen, findet es gut, dass gerade Tansania das diesjährige Beispielland für den Weltmissionsmonat ist. „In der gegenwärtigen Phase unserer Umstrukturierungen im Bistum können wir von den Erfahrungen lernen. Wir in Deutschland sind viel zu priesterfixiert. Die Christen in Afrika sind anders. Sie wollen ihren Glauben leben. Aus dem Bewusstsein der eigenen Taufe heraus fragen sie nicht: Darf ich das? Sondern: Was kann ich tun?“ So gesehen kann der Erfahrungsaustausch mit den missio-Gästen in diesem Jahr besonders interessant werden.

mh / Mit freundlicher Genehmigung durch den St. Benno-Verlag. | www.tag-des-herrn.de

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