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Abbé Marcellin Ouédraogo

Gast im Monat der Weltmission 2017

Hilfe für Jugendliche in den Goldminen

Abbé Marcellin Ouédraogo

Abbé Marcellin Ouédraogo hat die Gabe, seinem Gegenüber schnell ein Lachen zu entlocken. Der 32-jährige Priester ist immer zu einem Spaß aufgelegt, weiß aber auch ein ernstes Gespräch zu führen. Seit seiner Priesterweihe vor zwei Jahren arbeitet er als Jugendseelsorger im Bistum Ouahigouya im Norden Burkina Fasos. Immer wieder geht er auch in die großen illegalen Goldminen und kümmert sich um Kinder und Jugendliche, die dort arbeiten.

Im Norden von Burkina Faso lagern große Goldvorkommen in der Erde. Tausende Menschen hoffen auf den schnellen Reichtum. Sie graben tiefe Stollen in die Erde. Oft brechen die nur mit ein wenig Holz abgestützten Schächte ein und Menschen sterben. Tagsüber klopfen Mädchen und Frauen Steine klein, damit das wertvolle Metall mit Quecksilber und Zyankali ausgewaschen werden kann. Nachts prostitu-ieren sich viele. Anders können sie nicht überleben. „Den Menschen fehlt das Minimum zum Leben“, erklärt Abbé Marcellin. „Es ist die Armut, die sie in die Goldminen treibt.“

„Den Menschen fehlt das Minimum zum Leben. Es ist die Armut, die sie in die Goldminen treibt."

Häufig begegnen Abbé Marcellin in den Goldgräbercamps verzweifelte junge Menschen. „Einmal traf ich ein Mädchen, das völlig verstört war. Mariam sagte, sie wolle sich umbringen“, erzählt er. Sie wollte im Goldgräbercamp Teigwaren verkaufen, frisches Gemüse oder Trinkwasser in Beuteln. Doch dann sei sie von Männern sexuell missbraucht worden. „Ich konnte Mariam helfen, organisierte, dass sie das Camp verlassen konnte. Heute lebt Mariam wieder bei ihren Eltern“, berichtet Abbé Marcellin.

Um noch viel mehr Menschen helfen zu können, plant er ein umfassendes Projekt. In der Nähe jeder der drei großen Goldminen der Region soll ein „Zentrum der Begleitung“ mit Versammlungs- und Unterrichtsräumen, einer Erste-Hilfe-Station und einem Gebetsraum entstehen. Dort möchte er, zusammen mit einem Team von Gemeindehelfern und Sozialarbeitern, Kinder und Jugendliche betreuen. „Die jungen Menschen brauchen Ansprechpartner, die ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihnen aufbauen, die ihnen zuhören und ihnen eine echte Perspektive für ihr Leben aufzeigen können“, erklärt Abbé Marcellin.

Text: Bettina Tiburzy

Helfen, wo es am Nötigsten ist

Wir sind Partner der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Schwerpunkt unserer Projektfinanzierung ist die Ausbildung kirchlicher Fachkräfte für ihre Arbeit mit bedrängten und Not leidenden Menschen. Im Jahr 2016 konnten wir rund 1.250 Projekte mit 49 Millionen Euro fördern.

Sonntag der Weltmission

Fast die Hälfte der weltweit rund 2.500 Diözesen der katholischen Kirche befindet sich in Ländern, die wie Burkina Faso zu den ärmsten der Welt gehören. Am Sonntag der Weltmission sammeln mehr als 100 päpstliche Missionswerke Spenden für sie. Kirchliche Arbeit ist hier nur dank der Solidarität der Katholiken weltweit möglich. In Deutschland findet die Kollekte am Sonntag, den 22. Oktober 2017, statt.

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Abbé Marcellin Ouédraogo (PDF, 1.71 MB)
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