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„Musik ist meine Religion“

Cassandra Steen © Olaf Heine / Gnaedinger / Universal Music Peta

10. Mai 2012

Am 19. Mai 2012 steht Echo-Preisträgerin Cassandra Steen für das Internationale Katholische Missionswerk missio und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ auf der Bühne des 98. Deutschen Katholikentages. In Kooperation mit dem Katholikentag und dem SWR 3 veranstalten die beiden Hilfswerke das Konzert „Angels & Stars – Rock und Soul für Kinder und Familien weltweit“, um auf ihre gemeinsame Projektarbeit aufmerksam zu machen.

Im Interview berichtet Cassandra Steen von ihrer Motivation, für die beiden Werke aufzutreten, ihrer Musik und beantwortet auch ganz persönliche Fragen über Werte und Vorbilder.

Cassandra, Du stehst beim Katholikentag für das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und das Internationale Katholische Missionswerk missio auf der Bühne. Was bedeutet dieser Auftritt für Dich?

Der Auftritt bedeutet mir sehr viel. Ich setze mich bis jetzt für die Tierwelt und für das Thema Brustkrebs ein. Ich wurde zwar schon oft gefragt, mich für Kinder zu engagieren, aber es ist immer schwierig, da etwas Gutes zu finden. Nun habe ich mich für die Unterstützung der beiden Werke entschieden, weil den Kindern hier ganzheitlich geholfen wird. In der gemeinsamen Projektarbeit der Werke wird ihnen die Möglichkeit gegeben, die eigentlich allen Kindern gegeben sein sollte: Die Chance auf ein gutes Leben.

Bei dem Konzert steht das gemeinsame Projekt der Hilfswerke für Kinder und Familien in den Steinbrüchen von Madagaskar unter dem Motto „Doppelt so gut“ im Vordergrund. Was denkst Du über dieses Projekt?

Es hat mich total schockiert, dass es so etwas tatsächlich noch gibt, dass Kinder und Familien in Steinbrüchen arbeiten müssen und nur eine minimale Chance auf Zukunft haben. Von Madagaskar kennt man ja höchstens den süßen Trickfilm. Deshalb finde ich es sehr gut, dass man auf Probleme in Ländern aufmerksam macht, von denen man sonst nicht viel hört.

Das Projekt wird von einer Ordensschwester geleitet. Was denkst Du über die Arbeit von Schwester Pélagie?

Ich finde es toll, was Schwester Pélagie da macht und dass sie extra dafür ausgebildet wurde. Ich bin mir sicher, dass es schwierig ist, Menschen bei der Bewältigung ihres Lebens zu unterstützen. Man stößt dann vielleicht zuerst einmal auf Widerstand. Es ist eine große Offenheit und Menschlichkeit notwendig, Menschen davon zu überzeugen, mehr aus sich und ihrem Leben zu machen und mehr für ihre Kinder zu tun. Deshalb finde ich Schwester Pélagie sehr mutig.

Cassandra Steen tritt beim Konzert "Angels und Stars" am Samstag, 19. Juni 2012, ab 18 Uhr, während des Katholikentages in Mannheim auf. Sie freut sich schon jetzt über zahlreiche Besucher/-innen:

Im Fernsehen sieht man leider immer häufiger Bilder von hungernden Kindern oder Familien auf der Flucht. Was lösen solche Bilder bei Dir aus?

Es verwundert mich immer wieder, dass man auf dieser Welt immer noch solche schlimmen Probleme hat, zum Beispiel dass Menschen flüchten müssen. Gerade, wenn man bedenkt, dass wir so zivilisiert sind und so viel wissen. Aber diese Bilder beweisen das Gegenteil und sind sehr verstörend.

Die Menschen im Steinbruch in Madagaskar finden Hoffnung und Trost im Glauben. Was bedeutet der Glaube für Dich? Woran glaubst Du?

Ich bezeichne mich als spirituell. Ich denke es ist etwas Gutes, wenn der Glaube Menschen dazu führt, in sich zu ruhen und anderen zu helfen, also wenn er dabei hilft, keine Berührungsängste zu haben, vor anderen, vor dem Leben oder auch vor Schwierigkeiten oder Herausforderungen. Oft beflügelt der Glaube Menschen dazu, Gutes zu tun. Und es ist doch schön, wenn Menschen etwas haben, das sie beflügelt und woraus sie Kraft schöpfen können.

Was bedeutet Musik für Dich?

Ich glaube die Musik kann man als meine Religion bezeichnen. Durch Musik kann man sich ausdrücken. Man kann traurige und glückliche Momente festhalten, zurück blicken, aber auch nach vorne gehen. Man kann das Leben besingen. Ich finde, dass die Musik dazu da ist, gewisse Lebensumstände zu begleiten und zu ermuntern. Mir ist es immer wichtig, dass meine Musik lebensbejahend ist.

Was drücken Deine Songs aus?

Meine Songs sind ein Prozess, der auch innerlich anfängt. Sie entstehen aus dem, was mich gerade betrifft und was ich nachempfinden kann. Bis jetzt sind meine Songs aus einer ziemlichen Traurigkeit entstanden, aus Situationen, in denen man einfach noch nicht loslassen konnte. Aber es ist wichtig, Dinge zu akzeptieren und über ihnen zu stehen. Denn es ist wichtig, sich nicht hängen zu lassen. Mittlerweile besteht mein Lebensinhalt darin, nach vorne zu schauen und nicht mehr zurück. Das bedeutet, aus seinen Fehlern der Vergangenheit zu lernen und für die Zukunft das Beste aus sich herauszuholen.

Welche Werte sind Dir wichtig?

Ich finde Selbstbewusstsein ist sehr wichtig. Das wird sehr unterschätzt. Ein gesundes Selbstbewusstsein bedeutet, zu wissen, wo seine Grenzen liegen, Fehler einzugestehen, aber auch sich selbst zu loben.

Was macht Dich wütend?

Ich nenne es immer freiwillige Dummheit. Also wenn Menschen es eigentlich besser wissen sollten und trotzdem anders handeln. Wenn Menschen wissen, sie müssten eigentlich ihr Bestes geben, um ein Ziel zu erreichen und es trotzdem nicht tun. Und wenn sie stattdessen anderen wehtun, um ihren Willen und ihre Ziele durchzusetzen.

Was macht Dich glücklich?

Glücklich machen mich zufriedene Kinder. Kindern denen man ansieht, dass sie geliebt werden und die obwohl sie noch so klein sind, schon vollwertige Personen sind.

Hast Du ein Vorbild?

Mein Vorbild ist schon immer mein Großvater. Er hat miterlebt, was es bedeutet zu kämpfen und was Vorurteile ausmachen können. Er stammt aus den Staaten aus Mississippi und ist unter schwierigen Umständen groß geworden. Zu einer Zeit, in der die Sklaverei in den Staaten schon längst offiziell abgeschafft war, aber er noch unter ähnlichen Bedingungen arbeiten musste und für ein paar Cent Baumwolle gepflückt hat. Er wurde nur von meiner Urgroßmutter aufgezogen, die auch ein großes Vorbild für mich ist, weil sie es geschafft hat, ihn alleine groß zu ziehen.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Eigentlich bin ich fast wunschlos glücklich. Ich versuche immer positiv zu bleiben und damit andere anzustecken.

Hast du ein Lebensmotto?

Nie aufgeben!!!

Die Fragen stellten Verena Vierhaus und Hedi Becker.

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