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Papst Benedikt XVI. und sein Einfluss auf die Kirche in Asien

Dr. Christoph Marcinkowski

Asien ist geostrategisch von herausragender Bedeutung geworden - auch für die katholische Kirche, wo das katholische Christentum eine der am schnellsten wachsenden Religionen ist. Asien ist für die Kirche zudem der Ort, wo der Auseinandersetzung und dem Dialog mit den nicht-christlichen Religionen ein exemplarischer Stellenwert zukommt, weil hier die Herausarbeitung der eigenen Identität Grundlage für gegenseitigen Respekt und wirklicher Toleranz ist.

Abgesehen von seiner Türkei- und Libanonreise, konnte Papst Benedikt XVI. während seines Pontifikates Asien leider nicht besuchen. Gleichwohl hat sich Joseph Ratzinger aber schon vor und während seiner Papstwahl intensiv mit nicht-christlichen Religionen auseinandergesetzt. Federführend war Joseph Ratzinger auch beim Verfassen des „Nachsynodalen Apostolischen Schreibens“ Ecclesia in Asia von Johannes Paul II., das in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi am 6. November 1999 veröffentlicht wurde und die Evangelisierung in Asien behandelt.

Vatikan und Malaysia stehen in Kontakt

Obwohl also Papst Benedikt selbst nicht nach Asien kommen konnte, hat die Kirche doch wichtige Fortschritte, besonders in Südostasien erzielen können. An dieser Stelle sei nur die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Malaysia genannt. Malaysia, ein föderaler Staat und parlamentarische Monarchie mit einem Anteil von 60 Prozent Muslimen und einer immer noch boomenden Wirtschaft, stellt eine ausgesprochen multikulturelle Gesellschaft dar, in der es eine zahlenmäßig starke ethnisch chinesische und indische Minderheit gibt, darunter viele katholische Christen. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Malaysia – dem wirtschaftlich wohl stärksten Mitglied der Organisation für islamische Zusammenarbeit und zugleich auch dem politisch stablisten Staat dieser Organisation – ist schon an sich ein Indikator für das aktive Interesse des Vatikans an dieser Region. Die Kirche in Malaysia fordert aktiv demokratische Rechte ein, darunter das der Religionsfreiheit.

Papst unterstützt verfolgte Christen in Asien

Der Einfluss von Papst Benedikt XVI. und des Heiligen Stuhls auf die Kirche in Asien sich insbesondere an folgenden Punkten festmachen: An der Verteidigung der Grundpositionen der christlichen Glaubenslehre im Dialog mit anderen Weltreligionen, um dann von der Ausgangsbasis dieser Klarheit zu realistischen Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu kommen; in der Ausschöpfung auch des Mittels der Diplomatie bei der Unterstützung bedrängter und verfolgter Christen; und an der Wichtigkeit, die Benedikt den apostolischen und charismatischen Bewegungen in Asien stets zugemessen hat, die für die Bildung von Laien, vor allem von Familien und jungen Leuten neues Leben und Kraft mitbringen.

Dr. Christoph Marcinkowski ist Islamwissenschaftler, lebte einige Jahre in Asien und ist Menschenrechtsreferent des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen. missio Aachen ist Teil der Päpstlichen Missionswerke weltweit und unterstützt mit einer Projektsumme von rund 52 Millionen Euro die Arbeit der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien in Seelsorge, Ausbildung, Sozialarbeit, interreligiösem Dialog und Menschenrechtsarbeit.

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