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Aktion Schutzengel

v.l.n.r.: Jörg Nowak (missio Aachen), Herta Däubler-Gemelin, Thèrese Mema, Cornelia Szyszkowitz (Dt. Telekom) © Harald Oppitz / kna

17. Juli 2013

Handyhersteller müssen Verantwortung übernehmen

„Eure Smartphones in Deutschland haben etwas mit unserem Krieg im Kongo zu tun“. Auf diesen Zusammenhang machte die missio-Projektpartnerin Therese Mema (Foto: 3. v.l.) während einer Veranstaltung in Stuttgart mit Vertretern aus Politik und Mobilfunkbranche aufmerksam. Die Rebellen würden gezielt jene Gebiete im Osten des afrikanischen Landes erobern, in denen reiche Vorkommen an Gold und Coltan zu finden seien. Diese Mineralien gehören zu den wertvollen Bestandteilen, die in Handys und anderen elektronischen Geräten zu finden sind.

Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (Foto: 2. v.l.) kritisierte, dass im Kongo „Menschenrechtsverletzungen der übelsten Art“ verübt werden. Sie forderte Stiftung Warentest auf zu überprüfen, woher die Mobilfunkhersteller das von ihnen verwendete Coltan und Gold bekämen. „Die Unternehmen selbst, die selbstverständlich gerade bei der Erzeugung von Coltan und Gold genau wissen, woher sie es bekommen - oder sie könnten es wissen - sind der Meinung, dass sie das nicht brauchen. Deshalb müssen die Politik und die Verbraucher sie gemeinsam zwingen“, fordert Herta-Däubler-Gmelin.

Während die großen Handyhersteller wie Apple, Samsung und Nokia seit Jahren keine überprüfbaren Garantien abgeben, dass sie in ihren Smartphones sauberes Coltan verwenden, welches definitiv nicht von Rebellen statt, sorgt ein kleines niederländisches Unternehmen für Furore. Unter dem Namen Fairphone soll das erste Mobiltelephon mit garantiert sauberem Coltan im Herbst auf dem Markt kommen.

Dies weckt auch bei der Deutschen Telekom für Aufmerksamkeit, wie Cornelia Szyszkowitz erläuterte. „Das Fairphone ist ein äußerst interessantes und innovatives Projekt“. Während die großen Handyhersteller sich auf Absichtserklärungen beschränken, startet gerade die Produktion des Fairphones. „Wir von der Telekom haben gesagt, wir unterstützen das Fairphone auf jeden Fall im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, indem wir sagen, das ist ein tolles Projekt“, so Cornelia Szyszkowitz. „Und was Fairphone da macht – auch wenn es nur 20.000 Geräte sind - wird von der Industrie sehr genau beobachtet. Wir sind sehr gespannt und prüfen auch, wie groß das Interesse ist.

Mit der Aktion „Saubere Handys“ fordert missio von allen Handyherstellern entsprechende Garantien, dass keine Mineralien aus von Rebellen aus Konfliktregionen verwendet werden. Der Appell von missio kann mit der Online-Unterschriftenaktion unterstützt werden.

Linktipps:
Aktion "Saubere Handys"
Länderübersicht DR Kongo

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