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Psychologische Hilfe für kirchliches Personal in der Krise

Erzbischof Ignatius Kaigama beim feierlichen Eröffnungsgottesdienst in Nairobi. © Toni Görtz / missio

missio unterstützt wegweisende Initiative in Nairobi

14. August 2013

Die ersten psycho-spirituellen Trainingskurse für kirchliches Personal in Krisensituationen starten diesen August am Chemchemi ya Uzima Institut in Nairobi. Das vom Internationalen Katholischen Missionswerk missio mitinitiierte Programm soll Priestern, Ordensleuten und Laien helfen, die in eine Lebenskrise geratenen sind. Die Initiative soll Modellcharakter für ganz Afrika haben, hofft missio-Referent Toni Görtz, der in Trauma-Behandlung spezialisiert ist. Er hat das Projekt mit auf den Weg gebracht und erklärt: „Wir müssen alles tun, um unser überfordertes kirchliches Personal zu retten." Denn oftmals fühle sich dieses aufgrund von ethnischen Konflikten, drohender Gewalt und zunehmenden Aufgaben hilflos und überlastet.

Mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnete der Präsident der Bischofskonferenz Nigerias, Erzbischof Ignatius Kaigama, feierlich den ersten Trainingskurs. Der Erzbischof von Jos, der in einer immer wieder von Gewalt und Konflikten heimgesuchten Region Nigerias lebt, weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, Hilfe suchenden Mitarbeitern zu begegnen: „Ich konnte den Betroffenen immer nur sagen, dass ich außer meinen Gebeten und meiner eingeschränkten Betreuung nicht wisse, wie ich ihnen weiter helfen könne.“ Darum sei er jetzt sehr froh, dass in den Kursen Menschen ausgebildet werden, die anderen helfen könnten, mit den Belastungen des Lebens fertig zu werden.

Die von missio finanziell mitgetragene Ausbildung bietet Schulungen in Spiritualität und Psycho-Therapie an, damit zukünftig kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Not professionell geholfen werden kann. Die Kurse haben modellhaften Charakter und sollen demnächst auch in anderen Ländern eingesetzt werden.

An dem im August gestarteten Trainingsprogramm in Nairobi nehmen zehn Kandidaten aus unterschiedlichen afrikanischen Ländern teil. Sie haben bereits Studien im Bereich Psychologie und Beratung absolviert. In dem achtmonatigen Kurs werden sie zu sogenannten „Trainers" ausgebildet, um anschließend in verschiedenen Zentren in Afrika zukünftige Therapeuten zu unterrichten. Es besteht die Aussicht, dass in den kommenden Jahren mindestens drei solcher Zentren eröffnet werden, in denen jeweils bis zu 20 Therapeuten in einem gut zweijährigen Programm ausgebildet werden. Ziel ist es, die Zahl solcher Zentren schrittweise zu erhöhen und so dazu beizutragen, dass Therapie in Afrika mittelfristig unabhängig von auswärtiger Hilfe angeboten werden kann.

Linktipp:
Psycho-spiritual Institute (Abuja/Nigeria)

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